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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Fotos / Bericht: Frank Malsch / Peter Rademacher
Viele Nikoläuse und der "Hype" um das neue Stadion Kein Geringerer als die „Eisernen“ aus der Berliner Wuhlheide gaben sich letzten Samstag wieder einmal ein Stelldichein im Steigerwald zu Erfurt. Trotz bescheidenen Wetters war alles gerichtet für ein Klassiker der Extraklasse, sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen. Wusste man doch zum einen um die Qualität der Union-Anhänger und war die Tabellensituation zum anderen recht brisant. Die Berliner als Tabellenzweiter und Erfurt als eines der heimstärksten Teams der Liga! Und auch die Statistik stimmte Erfurts Anhang zuversichtlich. Union ist so was wie ein Lieblingsgegner des RWE. Trotz der Witterung hatten sich dann auch rund 9.500 Fussballanhänger im weiten Rund des SWS eingefunden, darunter gut 1.500 Fans aus Köpenik. Dadurch überwogen natürlich die Farben Rot und Weiss im Stadion, zusätzlich unterstützt durch eine Vielzahl von verkappten Nikoläusen, mit gleichfarbigen Utensilien ausgestattet. Aber der Reihe nach! Am Morgen hatte in Erfurt bereits die jährliche Mitgliederversammlung stattgefunden. Wie man hören konnte recht erfolgreich. Das komplette Präsidium war entlastet und gleichzeitig wieder gewählt worden. Die Mitgliederzahl beträgt um Moment ca. 1.500, angestrebt werden mittelfristig 3.000 Mitglieder. Zum Thema „Neues Stadion in Erfurt“ gab es dann auch weitere Meldungen: So wird die Variante Umbau des Steigerwaldstadions bevorzugt betrachtet, heißt im Klartext: Die Haupttribüne soll bleiben, das Spielfeld an die Haupttribüne herangezogen und 3 neue Tribünen mit kompletter Überdachung angebaut werden. Ohne Leichtathletik! Kapazität 22.000, erweiterbar auf 29.000! Klingt recht gut. Nächste Woche soll im SWS eine Fanbefragung zum Thema durchgeführt werden, alle Wünsche sollen möglichst in die Planung eingehen bzw. berücksichtigt werden. Auch Besuch vom Ministerium war vor dem Anpfiff im Stadion und bekräftigte seine Bemühungen und Unterstützungswillen für den Stadionneu- bzw. umbau. Ok, es war alles gerichtet für ein Fussballfest. Und es ging gleich furios los. Der RWE war klar spielbestimmend. Und nach 12 Minuten zappelte der Ball auch schon im Netz der Berliner. Wolf war per Kopf zur Stelle und nickte ein! Das Stadion brodelte! Und es ging weiter nur in Richtung Union-Tor. 2 dicke Chancen folgten, einmal versemmelte Bunjaku aus 10m völlig frei vor dem Tor an die Latte, 5 Minuten später verlor Rockenbach wiederum allein vor dem Tor die Nerven und konnte den Torhüter nicht überwinden. Von Union kam bis auf 2 Freistösse nicht zählbares. Dann kurz vor der Halbzeit der Wendepunkt des Spiels, Peßolat hatte schon Gelb gesehen, und meckerte dann noch. Folgerichtig bekam er Gelb/Rot und musste den Platz verlassen. Teile des Erfurter Publikums sahen das natürlich ganz anders und es wurde hitzig auf den Rängen. So ist das halt: Die eigenen Jungs treffen das Tor nicht, und wenn es dann nicht so läuft ist der Schiri Schuld! Objektivität sieht anders aus! Zu Beginn der zweiten Hälfte zog Union das Tempo dann natürlich an, konnte aber lange Zeit nichts Zählbares aus der Überzahl herausschlagen. Bis zur 72’ Minute: Dann traf der eingewechselte Dogan zum 1:1 Ausgleich. Und dabei blieb es dann auch! Union war mit dem Unentschieden zufrieden, und Erfurt konnte nichts mehr ausrichten. So war der letzte Höhepunkt des Spieles dann einem Teil des Erfurter Publikums auf der Tribüne vorbehalten. Diese skandierten kurz vor Ende lautstark „Baumann raus“. Unglaublich und absolut unverständlich, und eben typisch für Teile des Erfurter Publikums. Wenn man keine Probleme hat macht man sich eben welche. Die Stürmer treffen trotz klarster Gelegenheiten das Tor nicht, und der Trainer ist dann Schuld (oder der Schiri). Anspruch und Wirklichkeit! Man steht im gesicherten Mittelfeld, und das in der starken Liga 3. Bleibt zu fragen was diese „Fans“ dann damit bezwecken wollen? Obwohl, die wollen doch sportlich nur das „Beste“: Liga 2, ohne wenn und aber. Und das bei heute verkündeten 1,4 Mio € Restschulden des Vereins. Da sage ich nur: Weiter so, brüllt Ihr weiter jeden Samstag Euren Mist von den Rängen und stiftet Unruhe und dann geht nach Hause und legt Euch wieder hin... P. Rademacher, 2008
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