WERRATALER
JUNGS
ONLINE

 Home

Spiele

Stadion

RWE-Geschichte

Impressum

 

 

 

 

 

 

Home   >   Spiele & Berichte (2008/2009)    >    Spielbericht

Der Fanclub

Freizeitteam

Bildergalerie

Sprüche

Gästebuch

 

 

 

 

 

 

 

           >> vorheriges Spiel >>                              >> nächstes Spiel >>

Samstag, 26.Mai 2009, 20:00 Uhr

Pokalfinale im Thüringenpokal

FC Carl-Zeiss Jena

2:3 (1:0)

FC Rot-Weiss Erfurt

-

Steigerwaldstadion, Erfurt

1:0 Schembri    2:0 Schmidt

2'  51' 73' 78' 86'

   

   Rockenbach 2:1    Pagenburg 2:2    Semmer 2:3

Kapazität

:

19.995

Zuschauer

:

10.556

Gästefans

:

7.500

 

 

Bericht: Ronald Rychlewski

 

Die Leiden des FC Carl Zeiss…….Ein Stück in 3 Akten

 

Am Abend des 26. Mai 2009 ging das Thüringer Theater um die Duelle zwischen unserem FC Rot Weiß Erfurt und dem Erzrivalen von der Saale in den dritten Akt der Spielzeit 2008/2009.

 

Die ersten beiden Akte als Zusammenfassung

 

Nach dem dramatischen Derby im August 2008 feierten wir den ersten Derbysieg nach langer Durststrecke – „UNS“ Albert machte die Saalestädter zu echten Statisten in der 90. Minute mit seinem Siegtreffer- nachdem die Saalestädter  durch ein Eigentor von Norman Loose schon in der ersten Minute führten und sich wahrscheinlich als Sieger sahen.. Das Nachspiel vor den Sportgerichten: Geisterspiel für unseren RWE auf Grund der unseligen „ Ju… J…“-Rufe. Vor allem Offizielle des FC Carl Zeiss hielten es dann noch für nötig, Öl ins Feuer zu gießen, dabei vollkommen vergessend, das die Ausschreitungen der „ Horda Azzurro“ und anderer aus der Provinz neben Feuerwerk, Abbrennen von RWE-Fanutensilien und erheblichen Sachbeschädigungen dazu führten, das diese Rufe überhaupt erst entstanden. Das ein Fanprojektleiter wie Herr Stein und dessen Clubchef via Medien wie dem MDR und Zeitungen massiv gegen den RWE hetzten und unterstellten, das hunderte Erfurter das gerufen hätten, setzte dem Ganzen die Krone auf. Es gibt für die Rufe keine Entschuldigung, aber Kausalität war wohl im Studium des Herrn Stein anscheinend kein Thema. Schlimm auch, das besonders der MDR sich dafür missbrauchen ließ und jegliche Objektivität in der Berichterstattung fehlte. Die angerichteten Sachschäden im Erfurter Steigerwald sind bis heute nicht bezahlt vom Erzrivalen. Zwei Präsidenten, die erst vom TFV an einen Tisch gebracht werden mussten – und der aus der Provinz erst einmal die Rolle „ beleidigte Leberwurst „ für sich reklamierte – um auf der Mitgliederversammlung seines schlingernden und schleudernden Vereines mit markigen Brandreden via Erfurt in populistischer Manier auf Stimmenfang zu gehen. Also – wir lernen aus diesem Stück – die „Gutmenschen“ leben im Hort der deutschen Wissenschaft und Kultur an der Saale. Der Rest im Freistaat sind keine Menschen. Soweit die Regieanweisungen eines DRK-Präsidenten…der hat wohl zu viel Bundestag geschaut.

Aber- 1:0 für RWE sportlich, der „Sofortwiederaufsteiger“ dümpelte in gewohnten Regionen – nur eine Klasse tiefer.

 

Pünktlich zur Rückrunde dann die Neuauflage –diesmal waren es Personen aus dem Dunstkreis der „Erfordia Ultras“, die dem Verein RWE schweren Schaden zufügten mit ihrem sinnfreien Feuerwerk bei einer 1:0-Führung 3 Minuten vor Spielende für unseren RWE in der Höhle des Löwen. Der Rest ist bekannt- eine sportlich tote Zeiss-Truppe, dem RWE klar unterlegen, macht nach Spielunterbrechung noch den Ausgleich in allerletzter Minute. Ein Punkt, der dem Erzrivalen möglicherweise in der Endabrechnung den Klassenerhalt bescherte. RWE bescherte es als Wiederholungstäter erneut ein fast Geisterspiel daheim und eine satte Geldstrafe. Sowie einen arroganten FC Carl Zeiss, deren Offizielle wieder meinten, mit ihren Fans ein Vorzeigetheater zu sein und mit Fingern auf andere zeigen zu müssen – ungeachtet der Tatsache, dass Anhänger aus der Provinz während der Saison mehrfach in Serie unangenehm als Randalierer und Feuerwerker auffielen. Aber Herr Stein schwadronierte in den Medien weiter munter drauflos, wie vorbildlich sein Fanprojekt tätig ist. Manche brauchen wirklich eine Brille von mehr als 10 Dioptrien, um klar zu sehen.

 

Aber – 1,5 : 0,5 für RWE in der Gesamtwertung. Der Rivale dümpelte weiter in den Niederungen der Tabelle und faselte immer noch vom Angriff auf die Tabellenspitze.

 

Der dritte Akt des Schauspiels

 

Wie nun fast zu erwarten – der Saisonabschluss mit dem Finale um den ODDSET-Landespokal des Thüringer Fußballverbandes  brachte wieder ein Derby zwischen beiden Rivalen. Bevor das Stück zum Spielen kam, wurde noch die Posse ausgetragen – Wo wollen wir eigentlich spielen????? Nach 5 Jahren wieder einmal in Westthüringen -  im Kernland von RWE, in Gotha- für einen Werrataler hätte es zumindest ein schöner Abendspaziergang in den Volkspark werden können. Denkste. Nachdem schon munter Karten verkauft wurden, machte der TFV als Ausrichter den Salto mortale – Gotha ginge wohl doch nicht so, weil….ja nun..also wegen der Sicherheit und dieser 3. Akt wäre wohl doch zu brisant. Wegen der dramaturgischen Fehler in den ersten beiden Akten. Ein kurzes Schauspiel mit den Hauptakteuren Milkoreit, Rombach und Schreiber ging über die Bühne – und die Verlegung des 3. Aktes nach Erfurt ausgelost. Zum Unwillen vieler Träumer und Nichtrealisten an der Saale, die nun wieder einmal Schiebereien hinter den Kulissen vermuteten und allen Ernstes solche Theorien in ihrem Komödiantenstadl namens „ FCC-Fanboard“ diskutierten.

 

Wie war der Stand der Dinge vor dem 3.Akt?? Die von der Saale wurden jäh und brutal aus den Höhen ihrer Theaterträume in die Wirklichkeit zurück geholt und landeten knallhart auf den Brettern kurz über dem imaginären Strich in der Tabelle nach Beendigung aller Vorstellungen in der 3.Liga. Mit mittelmäßigen, sich selbst überschätzenden Akteuren, grottigem Fußball zum Abgewöhnen. Mit verschlissenen 1 Präsident, 2 Sportdirektoren, 7 Trainern und sagenhaften 88!!! Spielern an transferierten Zu- und Abgängen innerhalb von 3 Jahren.

 

In Erfurt war das nicht so dramatisch. Da ging es weit gepflegter und ruhiger zu. Jedoch – nach luftigen Höhen in der Tabelle und Begehren nach größeren Schauplätzen weiter oben erfolgte auch hier der Absturz ins Niemandsland – mit bösen Folgen. Einem zu Unrecht verkannten Trainer Karsten Baumann, unzählige Darbietungen der Akteure, die einen das Gruseln lehrten und Schauer über den Rücken jagten ob der Horrorszenen von grausamem Fußball. An den Grenzen angekommen, lustlos, ohne Kampfgeist, mit sichtbar fehlender Motivation. Woche für Woche wurden so immer mehr RWE-Fans verärgert und vergrault-sie hatten das Theater einfach satt.

Was konnte einem da als Fan eigentlich bevorstehen bei diesem 3.Akt des Schauspiels??? Konnte man das Stück auch „ Not gegen Elend „ taufen??? Man konnte es so bezeichnen – bis zur 70.Minute etwa. Wegen fehlender Inspiration wurden gleich einmal die ersten Minuten des Augustderbys wiederholt –0:1 Schembri(2.Minute) – wir erinnern uns??? Loose…1.Spielminute?? Ein Schiri, der es nicht mitbekam, dass in der Entstehung offensichtlich klares Abseits vorlag und eine RWE-Abwehr, die sich noch nicht einig war, wer welche Rollen spielt. Auch fürderhin wurde ein Stück zum Gähnen von allen Akteuren geboten. Was der Rot-Weiße nicht sauber gespielt bekam, konnte der Blau-Gelbe erst recht nicht. Verheißungsvolle Szenen?? Nein. Sauber gespieltes Fußballstück?? Nein. Gelegentlich rangelten mal die Akteure untereinander und weckten so das Publikum wieder auf. Ab und an versuchten mal Rot-Weiße doch etwas mehr zu bringen – was meist in harmlosen Szenen endete. Die Künstler traten so uninspiriert auf wie schon die letzten Wochen zuvor. Fast genau mit dem Pausenpfiff dachte sich dann wohl Peßolat, dem Stück etwas Würze zu geben – allein beim guten Willen blieb es – das Können reichte nicht. Aus gut 5m halbrechts vor dem Tor und allein drosch er den Ball gut 2m neben das Tor und ersparte dem Nulle die Pein, die Rolle „ Hol den Ball aus dem Tor“ spielen zu müssen. Pause für alle –allenthalben hoffte man auf Besserung auf den Rängen und mehr Unterhaltung. Nach dem Pausentee ging es leidlich weiter – Fehlpass hier, Fehlpass da, hoch und weit ins Niemandsland. Wenn ein Rot-Weißer nicht wusste, was er mit dem Ball anfangen sollte, dann bekam ihn eben ein Blau-Gelber nach dem Motto „ Zeig Du mal was Du kannst“- der konnte es auch nicht besser und gab den Ball wieder zurück. In der 51.Minute stolperte dann ein Rot-Weißer über den Hacken eines Blau-Gelben an der rechten Außenlinie. Nun wollte wohl der Herr Schiri für Spannung sorgen – er hatte schon im Verlaufe des Spieles den einen oder anderen unverständlichen Auftritt – und gab zur Verwunderung aller Freistoß für Blau-Gelb. Nicht ohne vorher im Duett mit seinem Assistenten bei einer hässlichen Szene wegzusehen. Den Schlag ins Gesicht eines Rot-Weißen hätte er für den Blau-Gelben mit der Roten Karten ahnden müssen und dem Herrn von der Saale die Ansage erteilen- „Du hast heute genug mitgespielt“. Der Schmidt von den Blau-Gelben dachte sich dann im Duett mit dem Orlishausen – jetzt spielen wir mal was Schönes. Gedacht, getan – und schon lag der Ball im Tor 0:2 (51.Minute). Nun tobte der Mob von der Saale, gab dem Orlishausen den Rang eines „ Fliegenfänger“ – was leider nicht mal von der Hand zu weisen war. Denn Orlishausen muss wohl irgendwie die Orientierung in seinem Strafraum verloren haben – sonst wäre dieser Schuss nicht nach hinten los gegangen. Dann stellten beide Parteien eigentlich das Spielen ein – und sorgten nur noch für Unmutsbekundungen vorrangig des Erfurter Publikums, dessen Murren und Grollen immer deutlicher wurde. Bis zur 73.Minute. Jetzt waren es die Blau-Gelben, die wohl keine Lust mehr hatten auf diesen Kick und sich eines sicheren Sieges im fremden Haus wähnten – aber eben zu früh. Rockenbach übernahm die Rolle des Erweckers, spielte für einen Moment gut mit – und 1:2 (73.Minute). Die fast Friedhofsruhe im weiten Rund war mit einem Schlag vorbei. Vom VIP-Zelt über die gesamte Tribüne und über die Kurve bis zum Marathontor erweckte plötzlich eine brüllende, tobende, klatschende Wand in Rot-Weiß. Als wenn sie auf das Stichwort gewartet hätten, legten die Rot-Weißen nun los, als hätte es das fade Stück vorher nicht gegeben. Keine 3 Minuten waren wieder gespielt, als eine Traube von 5-7 Mann sich 2m vor der Torlinie mit Nulle um den Ball keilten, bis Pagenburg die Nase voll hatte und diesen vehement kurz und entschlossen unter die Latte drosch – 2:2.(76.Minute). Jetzt war Feuer unter dem Dach des altehrwürdigen Steigerwaldstadions, es gab kein Halten mehr auf den Rängen – vom Mob von der Saale kein Wort mehr - machtvoll, laut und gewaltig dröhnten die Gesänge, Rufe, Anfeuerungen und das rhythmische Klatschen der RWE-Fans durch das weite Rund hinunter zu den Akteuren, die das sehr wohl mitbekamen. Die Blau-Gelben waren vollkommen konsterniert, wie schon häufig in der jüngeren Vergangenheit zeigten sie deutlich, warum ihr sportlicher Niedergang passiert ist – weil sie immer noch nicht gelernt hatten, das ein Spiel erst nach 90 Minuten beendet ist – auch wenn man 2:0 führt. Zum wievielten Male eigentlich schon?? Jetzt fiel den Akteuren in Rot-Weiß auch endlich wieder ein, wie Fußball gespielt wird. Und weil es so schön ist, einem Erzrivalen so richtig eine Nase zu drehen, legten sie dann noch einmal nach. Mit Druck nach vorn und die vollkommen platt wirkenden Kontrahenten ein ums andere mal versetzend – die sich meist nur noch mit Foulspiel retten konnten. Einer dieser Freistöße war es, den Kapitän Schnetzler schön von halbrechts an den Strafraum hob und Semmer – fast mit dem Rücken zum Tor stehend – per Kopf Richtung Tor zirkelte – da hatte diesmal wohl der Nulle gedacht, was Orlishausen kann das kann ich auch – und irrte unter dem Ball umher, um zuzusehen, wie dieser zum 3:2 für RWE in seinem Tor einschlug. Auf den Rängen gab es kein Halten mehr – die ganze RWE –Fanschar stand die letzten Minuten wie eine Wand und trieb die Mannschaft zum Kampf und zum Sieg – jeder weggeschlagene Ball wurde bejubelt, jeder Ansatz eines Konters. Und wahrlich – dann lief der Cannizzaro fast allein auf den Nulle zu – aber leider ist Tore schießen derzeit wohl nicht sein Ding. Statt dem 4:2 schob er den Ball in Nulles Arme. ABPFIFF !! Das Stadion stand Kopf und bejubelte seine Pokalhelden – dieser Wahnsinn der letzten 20 Minuten versöhnte Fans und Mannschaft wieder nach den vielen Enttäuschungen in den Wochen und Monaten vorher. Mit einem Derbysieg kannst du eben den RWE-Fan für vieles entschädigen. Und Carl Zeiss?? Schlich mit hängenden Köpfen zur Ehrung und trabte dann in seine Fankurve – die schon fast leer war – um sich Hohn und Spott von den eigenen Anhängern abzuholen – die sie auspfiffen und sich dann einfach umdrehten und gingen. Nicht ohne während des Spieles wieder einmal gezeigt zu haben, das sie wohl wirklich nur aus der Provinz kommen – indem sie zündelten und dachten, zu diesem Theater gehört Feuerwerk. Was diesmal die Erfurter Fans gar nicht provozierte und diese zeigten, das sie aus den vorherigen Akten gelernt hatten – und den Mob von der Saale verabschiedeten mit dem Gesang „ Schlechte Verlierer – ihr seid schlechte Verlierer“. Nun Herr Stein…die eigenen ach so vorbildlichen Fans hatten sein Zeitungsinterview vor dem Spiel ad absurdum geführt…Feuerwerk auf den Rängen braucht wirklich kein Mensch….an der Saale hatte das wohl keiner gelesen. Die Leiden des FC Carl Zeiss…..sie gehen weiter.

 

2,5 : 0,5 heißt nun die Wertung – die Nummer 1 im Land sind wir!!

 

Thüringer Farben sind Rot-Weiß!!