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Samstag, 20. September 2008, 14:00 Uhr

3. Liga; 7. Spieltag

FC Rot-Weiss Erfurt

3:2

(1:1)

Stuttgarter Kickers

-

Steigerwaldstadion, Erfurt

1:0 Judt

 

2:1 Rockenbach

 

3:2 Bunjaku

7'

11'

68'

88'

90'

 

Prediger 1:1

 

Landeka (HE) 2:2

 

Kapazität

:

20.000

Zuschauer

:

5.400

Gästefans

:

30

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Fotos / Bericht:  Frank Malsch / Christopher Pfaff

Das Spiele gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Liga für Erfurt Kicker ein Problem sind sollte sich leider auch an diesem Samstag gegen die Stuttgarter Kickers erneut deutlich unter Beweis stellen. 

Der Tabellenletzte  mit der Empfehlung von 7 sieglosen Spielen in Folge in die Messestadt angereist, wollte keineswegs die Punkte herschenken, was durch aggressives Zweikampfverhalten gleich in den Anfangsminuten unter Beweis gestellt wurde. Unser Team hatte sich wohl auf einen netten Nachmittag eingestellt und schien erst Recht nach dem frühen Führungstor durch Judt (herrliche Direktabnahme) bestätigt. Jedoch gaben sich die Spieler aus dem Degerloch keineswegs geschlagen und waren in der Folge die bessere Mannschaft und kamen auch in der 11. Minute schon zum Ausgleich. Später waren die Stuttgarter auch leicht Feldüberlegen und spielerisch im Vorteil, die RWE Abwehr zeigte sich löchrig und so kamen die Kickers zu einigen Möglichkeiten, da man im Degerloch derzeit jedoch keinen Torjäger hat (Vaccaro ist verletzt) kam bei den Aktionen nichts heraus. 

Zur Halbzeit gab es die ersten Pfiffe, das Erfurter Publikum verzeiht nun mal mittelmäßige Leistungen nicht und ist der Meinung die Mannschaft müsse in jedem Spiel eine Sensation hinlegen wie gegen die Bayern. 

In Halbzeit Zwei wurden unsere Spieler leicht besser, konnten sich jedoch kaum nennenswerte Chancen herausspielen und man hatte nach wie vor nicht das Gefühl wer hier Tabellenletzter ist und wer Aufstiegsaspirant. Manchmal machen halt die besseren Einzelspieler den Unterschied aus, und die hatten am diesen Tag unsere Mannschaft. Zunächst erzielte Rockenbach nach tollem Solo mit einem satten Schuß an die Unterkante der Latte die Führung und in der Schlussminute machte Bunjaku, der ansonsten blass blieb, den Siegtreffer nach einer Ecke. 

Letztlich ein glücklicher Sieg, denn die Stuttgarter Kickers hatten, nachdem sie in der 88.Minute einen Handelfmeter zugesprochen bekamen (Loose sprang der Ball unglücklich an die Hand) das durchaus verdiente Remis fast greifbar, auch wenn man das Gefühl hatte , dass sie aus dem Spiel heraus kein Tor mehr erzielt hätten. 

So musste der Gästetrainer Minkwitz nach dem Spiel seinen Hut nehmen und der Pokalfinalist von 1987 und 1.Bundesligist 88/89 und 91/92 ziert weiterhin das Tabellenende und träumt von alten Zeiten, in welche jetzt der neue Trainer Edgar Schmitt die Spieler aus dem Stadtteil Waldau zurückführen soll. 

Eine letzte Anmerkung bleibt noch, auf dem Trikot der Erfurter stand heute wieder statt der Trikotwerbung unser Leitmotto „GRENZENLOS FAIR!“. Nur scheinbar hat sich das noch nicht bis in die Köpfe aller Zuschauer eingebrannt. Natürlich sind nicht nur jegliche antisemitische und rassistische Rufe unter aller Sau und nicht zu tolerieren sondern auch Beleidigungen des Schiedsrichters welche deutlich unter die Gürtellinie gehen. Der gute Mann hat sicherlich nicht seinen besten Tag gehabt, was einige Zuschauer (als ernstgemeinte Fußballfans kann man solche Leute ja nicht ansehen) heute wieder gerufen haben, zeugt nicht nur von schlechtem Stil sondern von Debilität im Höchststadium.

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