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>   Spielbericht Saison 2010/11

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           Ein Unglück kommt selten allein
 

Samstag 7.30 Uhr war es wieder soweit. Eine Auswärtsfahrt, diesmal nach Burghausen, stand an. Wir waren uns sicher: die 3 Punkte nehmen wir mit. Schließlich war Burghausen noch sieglos und stand am Tabellenende. Ja und die letzten 2 Spiele dort wurden auch deutlich 4:1 und 3:1 gewonnen. Aber Pustekuchen!!! 1:0 verloren und es sollte noch schlimmer kommen.

Die Hinfahrt verlief eigentlich reibungslos. Okay, Daniel hat mein Enkelchen Kevin zu Sandro`s Sohn gemacht worauf Sandro natürlich aufs heftigste protestierte und Daniel hatte die Lacher auf seiner Seite. Kurze Zeit später wurde er während einer Bierwegbringpause von einer Zecke gebissen. Strafe muß eben sein. 12.30 Uhr Ankunft in Burghausen. Kaiserwetter und eine wunderbare Gegend. Da ging mir als Bayern-Fan (wohlgemerkt Fan von der Landschaft in Bayern und nicht der Elf aus München) das Herz auf. Ich sollte an diesem Tag noch lange Gelegenheit haben diese Landschaft zu geniessen.

Das Spiel begann recht umkämpft und mit deutlichen Vorteilen für RWE. Beide Mannschaften bekamen einen Elfmeter zugesprochen aber es stand zur Halbzeit immer noch 0:0. Zu allem Überfluß hat sich Orle beim gehaltenen Elfer verletzt und mußte in der 2. Halbzeit passen. Wieder hatte Erfurt klare Chancen (Reichwein) aber das Tor fiel kurz vor Schluß für die Gastgeber. Für mich ein klarer Torwartfehler. Wer seine Chancen halt nicht nutzt……

Zurück am Auto erstmal ein Frustbier, aber Sandro machte Druck. Er wollte noch im Nachbarland günstig (12ct pro Liter weniger) tanken. Die Polizei verweigerte uns jedoch das schnelle losfahren. Sandro machte den Jungs klar wie der Hase laufen sollte und am Ende wurden wir sogar bis zur Grenze eskortiert.

Auf dem Weg dorthin deutete sich dann schon das Unheil an. Unser Bus machte seltsame Geräusche die wir aber erst einmal ignorierten. Die Polizei überließ uns dann an der Grenze uns selbst und wir fuhren ins Billigtankland. Allerdings war nach ca. 400 m in den Serpentinen Feierabend. Inzwischen qualmte unser Bus aus allen Öffnungen. Der Super-Gau!!!! Erstmal rechts ran und nachschauen. Motorhaube auf und….nur noch Qualm. Uhrzeit 16.45 Uhr. Der Albtraum beginnt. Sandro begann gleich zu telefonieren. Leider erst einmal ohne konkrete Ergebnisse.I rgendwie hatten wir das Gefühl das keiner für uns zuständig sein wollte. 500 km von der Heimat entfernt. Noch war die Stimmung aber ganz relaxt. Nach weiteren Telefonaten dann ein Lichtblick. Es kommt ein Abschleppdienst, allerdings erst in ca.1,5 Stunden. Es ist 17.15 Uhr. Also abwarten bis ca.18.45 Uhr. Na Klasse!!! Wenigstens ist noch genug Bier an Bord. Unten am Fluß stand ein Hotel „Weinberger“ was Papa Weini dazu veranlaßte uns schon mal ein günstiges Übernachtungsdomizil anzubieten. Endlich kamen die Jungs vom Abschleppdienst und es war schnell klar das unser Bus keinen Meter mehr fahren kann. Der Turbolader hat den Dienst quittiert. Also ab in die Werkstatt. Dort angekommen ,es war inzwischen nach 19.00 Uhr, das nächste Problem. Die hatten keinen Ersatzbus für uns. Alternative waren 2 PKW. Aber wer sollte den 2. PKW fahren? Zum Glück hatte Christian dem Alkohol bis jetzt abgeschworen. Also alles palletti!! Denkste!!! Der Seniorchef von dem Autohaus sagte das uns nur ein Auto zusteht. Das hat wohl mit Versicherungstechnischen "Schnik-Schnak" zu tun. So langsam wurde es unheimlich. Der hat doch tatsächlich angedeutet das eben 4 übernachten sollten. Das wurde natürlich auf das heftigste von uns abgelehnt. Nun ging die Telefoniererei wieder los. Gegen 20 Uhr dann der Durchbruch: Das Autohaus in Breitungen hat alles abgesegnet und wir konnten endlich los. Die ganze Aufregung machte Hunger und so ging es gleich noch zu Mc Donalds zum stärken. Schließlich lagen ja noch 500 km vor uns. Als die dann geschafft waren war es stolze 2 Uhr und alle waren glücklich endlich da zu sein.

Mein Fazit des Tages: Eigentlich ein Tag zum Vergessen. Aber das wird mit Sicherheit so schnell nicht passieren!!!!

Roland“Dusty“ Seiler

                           

Fotos/Bericht:  Dusty