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Home > Spiele & Berichte (2002/2003) > Spielbericht |
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Dass der Monat April für den RWE zum Monat der Wahrheit in Sachen Aufstiegshoffnungen werden würde, war vielen schon im Vorhinein klar. Eine entscheidende Rolle würden jedoch die beiden Heimspiele gegen die beiden Top-Aufstiegs-Aspiranten aus Bayern spielen. Das erste dieser Spiele, und zwar gegen die Vorstadt-Münchner, war an diesem schönen Mittwochabend endlich gekommen. Als bereits nach 6 Minuten Fußballgott Ronny Hebstreit das Leder nach einem Kopfball im Netz versenkte, schien auch zunächst alles planmäßig zu verlaufen. Was in den noch zu spielenden gut 80 Minuten jedoch folgen sollte, glich nahezu einem Dilemma für die Jungs in rot-weiß. Denn schon in Minute 14 gab's die erste haarige Szene. Nachdem Sportfreund Akrapovic am Mittelkreis wieder einmal leichfertig den Ball vertendelte und Hachings Nicu den blitzschnellen Zug zum Tor suchte, hatte Loose kaum eine andere Wahl, als den Bayern energisch vom Ball zu trennen. Leider war sein Versuch, dabei den Ball zu spielen, wohl nicht vom Glück gekrönt und so folgte auf die Notbremse der Platzverweis für den Verteidiger aus Rotterode. Dass es mit einem Mann weniger über 75 Minuten wohl schwer werden würde, den Ein-Tor-Vorsprung zu halten, war nun allen Beteiligten klar. So waren die Hachinger in Überzahl natürlich trotz der taktischen Einwechslung von Laars für Dzihic erst mal am Drücker. Dass bald Twardzik die gelbe Karte wegen Meckerns über einen zu Unrecht gegebenen Abseitsfreistoß bekam, sollte voll ins Bild des heutigen Abends passen. In der 30. Minute war's dann auch schon soweit: Ausgleich für Haching nach einer angedrehten Ecke, an der wohl Raspe noch dran war und somit den Ball ins eigene Gehäuse lenkte. Der Rest der ersten Hälfte verlief dann recht ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. In der 55. Minute brachten jedoch Schiedsrichter Stefan Trautmann aus Flohrstadt und seine Assistenten das Fass zum Überlaufen. Der Linienrichter wollte nach einem Freistoß erneut ein Beschweren von Twardzik gesehen haben, veranlasste deshalb Trautmann dazu, gelb-rot für den Erfurter Schlussmann und indirekten Freistoß im Strafraum zu geben. Nachdem sich die Proteste von Spielern und Fans gelegt und Leitl den Ball eiskalt ins Netz gehämmert hatte, war sowohl den Zuschauern als auch den RWE-Akteuren der Zorn über das Schiedsrichtergespann ins Gesicht geschrieben. Das Kopfballtor zum 1:3 durch Seifert vier Minuten später versetzte dann den Erfurtern endgültig den Todesstoß und machte unmissverständlich klar, dass alle Aufstiegshoffnungen der Erfurter Fans, der Spieler und des Präsidiums ad acta gelegt werden können. Das einzig gute an der Niederlage war jedoch, dass die Stimmung im weiten Rund nach dem zweiten Platzverweis mal wieder so richtig auf dem Siedepunkt war und sowohl Fanblock als auch Tribüne voll und ganz (mit Gesängen und Anfeuerungsrufen) hinter der Mannschaft standen. Denn an diesem Tag die Schuldigen im rot-weißen Trikot zu suchen, wäre wohl nicht der richtige Weg gewesen. Da kann man nur hoffen, dass das Auto aus Flohrstadt gut gebrannt hat. Robert
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