WERRATALER
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Samstag, 03. Mai 2003, 14.30 Uhr

Regionalliga Süd, 33. Spieltag

1. FC Kaiserslautern (A)

2:0

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 1:0 Adzic
 2:0 Adzic

57'
73'

 

Betzenberg Platz 4, Kaiserslautern

Kapazität

:

3 000

Zuschauer

:

380

Gästefans

:

50

Weil sich die für heute anstehende Auswärtsfahrt aufgrund der Entfernung und Sinnlosigkeit innerhalb des Fanclubs nicht sonderlich großer Beliebtheit erfreute, entschieden sich Christopher und ich uns dafür, gemeinsam mit den Eisenachern Marc, Gerrit und Stefan diese Tour zu begehen. Geplant war eigentlich, dass es ab Treffpunkt Eisenach mit dem Mobil der Wartburgstädter weitergehen sollte. Da deren Auto jedoch tags zuvor seinen Dienst verweigerte und sich auch keiner der 3 Alcohooligans in der Lage fühlte, das Steuer zu übernehmen (schließlich waren sie Stunden zuvor erst vom 1. Mai aus Berlin wieder gekommen), setzte ich mich ans Steuer von Christophers Wagen und steuerte selbigen gen Pfalzmetropole.

Nachdem auf der gut dreieinhalbstündigen Fahrt rechts vom Schaltknüppel schon gut gebechert wurde, genehmigte man sich noch vor dem Spiel ein frisches Becks und eine kleine Konversation mit Serienhalter Gunther Ruge, ehe man den Betzenberg Platz 4 enterte. Was von draußen schon sehr dürftig aussah, bestätigte sich dann beim Betreten des wohl schlechtesten Grounds der Regionalliga endgültig. Drei Seiten weder bebaut noch betretbar und 13 Stufen auf der Hauptseite, ausgestattet mit ein paar Sitzreihen in der Mitte - perfektes Trainingsplatz-Ambiente also. Nachdem man schnäppchenhafte 3 € für ein elektronisches Ticket (selbe wie bei den Profis) berappte gesellte man sich zu den ca. 50 EF-Sups, die sich auf der linken Seite der Gerade eingefunden hatten.

Die Leistung unserer Elf auf dem Rasen war heute leider wieder einmal alles andere als prickelnd, zumindest in der ersten Hälfte. Vollkommen ideenlos und ohne Lust, die abstiegsbedrohte Amateurtruppe in die Schranken zu weisen, präsentierten sich die Mannen in blau von ihrer auswärts gewohnt schlechten Seite. Die einzige Chance im ersten Spielabschnitt hatten die Gastgeber, die zudem mehr Spielanteile hatten und dem RWE überlegen waren.
In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt dann natürlich nicht, sodass Adzic mit seinen 2 Treffern drei wichtige Punkte für die Amateure der "Roten Teufel" einfuhr. Der RWE ist und bleibt mit nur 2 Auswärtserfolgen eben ein Punktelieferant auf gegnerischem Geläuf.

Da die Frühlingshitze und das grottenschlechte Spiel nicht sonderlich erträglich für den Support waren, fassten sich die 2 anwesenden Werrataler Jungs nach dem 1:0 heute mal ein Herz und versuchten, ein bisschen Stimmung im Gästeblock zu verbreiten. Auch die Ultras ließen sich von uns 2 Pappnasen anstecken und so entstand schließlich ein richtig guter Dauersupport über fast eine halbe Stunde - wohl die beste Auswärtsstimmung in diesem Kalenderjahr! Dass dann die Mannschaft schließlich ohne jeglichen Dank in die Kabine abtrottete war dann jedoch sehr enttäuschend. Einzig Manager de Buhr ließ sich in der Pause im Block blicken und suchte Konversation mit den Away-Sups.

Eigentlich hatte man nun noch vor, gemeinsam mit Kick-Off-Bernd nach Nancy zum Kick gegen Niorts weiterzudüsen. Obwohl jener bereits in der Halbzeit zugesagt hatte, machte er uns in der 80. Minute klar, dass er plötzlich jegliches Interesse daran verloren habe. Zitat: "Nää, nach dem Kick hier hab ich absolut keinen Bock mehr auf Hopping..." Da auch der Rest der Autobesatzung nicht sonderlich erbaut von der Idee war, ca. 7 Stunden später zu hause zu sein, war die geplante Tour dahin - sehr ärgerlich. Die Entscheidung, nach dem Spiel gleich heimzufahren sollte jedoch nicht ohne Folgen bleiben...

Enttäuscht trat man die Heimreise an, auf der Marc plötzlich in Höhe Bad Hersfeld von schrecklicher Kacknot ergriffen wurde. So war man gezwungen am McD in Herleshausen eine kurze Eierleg-Rast zu machen. An der Raste angekommen erblickte man dann ein gutes Dutzend Aue-Kutten, mit denen man kurze Konversation suchte, ehe Chris anfing, eine Runde zu pöbeln. Ohne böse Vorahnungen warteten wir am Auto auf Marc, woraufhin jedoch ein neues Aue-Mobil aufkreuzte, aus dem urplötzlich 2-3 Gewalttäter Sport ausstiegen und begannen, ohne Vorankündigung auf unsere Autobesatzung, sprich Gerrit, Stefan, Chris und mich wild einzuprügeln. Nach einem kleinen Scharmützel mit den Hools und einigen zerbrochenen Bierflaschen ging's mit ein paar Schrammen und blauen Flecken schleunigst wieder auf die Autobahn. Damit hatten sich auch für uns alle Vorurteile gegen die "Freunde" aus dem Schacht bestätigt.

Robert