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Sonntag, 08. August 2004, 15.00 Uhr

2. Bundesliga, 1. Spieltag

1. FC Saarbrücken

0:2

(0:1)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 

45'

89'

 0:1 Schnetzler

 0:2 David

Ludwigsparkstadion, Saarbrücken

>> Panorama-Foto <<

Kapazität

:

35 500

Zuschauer

:

12 000

Gästefans

:

500

Endlich war es soweit - nach 12 Jahren Abstinenz durfte der RWE wieder in der 2. Bundesliga ran. Und zum Start gab's gleich ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Durch ein 2:1 machte der RWE beim letzten Heimspiel in der Regionalliga den Aufstieg gegen den 1. FC Saarbrücken perfekt. Heute, gut zwei Monate später, stehen sich beide Teams erneut gegenüber - nur eine Liga höher. So ging es natürlich voller Hoffnung auf ins Saarland, denn auch dort konnte der RWE in den letzten beiden Jahren von zwei Spielen bereits eins gewinnen. In der Saison 2002/2003, fast auf den Tag vor zwei Jahren, gelang den Rot-Weißen ein 3:1-Erfolg im Saarbrücker Ludwigsparkstadion.

So trafen sich Sandro, Leo und meine Wenigkeit an diesem Sonntagmorgen in Dermbach mit Christopher, um das "Abenteuer 2. Bundesliga" zu begehen. Mit drei prall gefüllten Kühltaschen im Gepäck erreichte man kurz nach 14 Uhr das Ludwigsparkstadion, an dem zunächst ein Bataillon grün gekleideter Herrschaften ins Auge fiel. Frohen Mutes ging's für erfreuliche 5,50 endlich ins Stadion und mitten in die pralle Sonne. Nach Programmheftstudium (eines der besseren!) war es dann auch schon 15 Uhr und der Anpfiff zur RWE-Saison 2004/2005 war gekommen.

Doch was die gut 500 mitgereisten Erfurter zunächst zu sehen bekamen, war eine Überlegenheit der Hausherren. Diese hatten über weite Strecken der ersten Hälfte das Heft in der Hand und erarbeiteten sich auch bis zur Pause einige Torgelegenheiten, die jedoch ungenutzt bleiben sollten. Das Spiel plätscherte vor sich hin. Kurz vor dem Halbzeitpfiff, bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, bedient jedoch Koumantarakis den 25-jährigen Alexander Schnetzler, der aus halbrechter Position den Ball zum 1:0 für Rot-Weiß einschiebt. Riesen-Jubel im RWE-Block, damit hatte keiner gerechnet so kurz vor der Pause.

Mit der Führung im Rücken wurde auch das Spiel des FC RWE in Hälfte zwei zunehmend besser. Nachdem die erste Drangphase der Saarbrücker nach der Pause überstanden war, versuchten die Rot-Weißen den Ball zu halten und sich nicht zu sehr unter Druck setzen zu lassen. Trotzdem ergab sich noch eine Riesenchance zum Ausgleich für den Saarländer Stuff, der jedoch das Leder aus drei Metern über das Erfurter Tor setzte - ein wahrer Kunstschütze dieser Mann! Erfurt lauerte auf Konter und ließ das Spiel laufen. In der 89. Minute machte schließlich Pavel David mit einem erstklassigen Freistoß-Tor den ersten Auswärtssieg der Saison perfekt.

Nachdem die Mannschaft gebührend gefeiert wurde und man sich auf den Weg aus dem Stadion machen wollte, gab es jedoch noch ein neues Erlebnis für die RWE-Fans. Die Polizei riegelte den Erfurter Block ab, so dass man erst mal eine viertel Stunde in der Hitze rumstand. Zwar wurde schließlich das Tor geöffnet, der Fan-Tross wurde jedoch von einer Polizei-Eskorte begleitet, die mit Schneckentempo zu den Parkplätzen geleitete - ganz toller Einfall. So war im Handumdrehen eine halbe Stunde verloren, die für den ein oder anderen wohl das Verpassen des Heimwärts-Zugs bedeutete. Tja, damit wird man wohl leben müssen in Liga Zwei. Und die "Risiko-Spiele" kommen ja bekanntlich erst noch...

So ging's mit guter Laune noch gen Luxemburg, wo man sich den Tank mit noch einigen Litern Super vollschlug, ehe man sich auf die Heimreise begab. Mit diesem Einstand ist die Hoffnung jedenfalls groß, dass das Ziel "Klassenerhalt" durchaus zu schaffen ist. Wenn dann noch einen Blick auf die Tabelle wirft, könnte man bei drei ostdeutschen Spitzenreitern denken, der Fußballgott spiele verrückt. Aber noch stehen ja 33 Spiele aus ...

Robert

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