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Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
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Nach dem überraschenden 1:0-Erfolg gegen die Alemannia aus Aachen gastierte mit den Duisburger Zebras innerhalb von vier Tagen nun der zweite Aufstiegskandidat im Erfurter Steigerwaldstadion. War der Bann nach dem erlösenden Heimsieg nun endlich gebrochen? Um das zu erfahren, pilgerten an diesem spätsommerlichen Herbstnachmittag rund 14 000 Zuschauer (auch wenn es offiziell mal wieder nur gut 12 000 gewesen sein sollen) ins weite Rund. Ungewöhnlich spät machten auch wir uns heute auf den Weg ins Stadion. Und unsere Unpünktlichkeit sollte bestraft werden. Denn bei unserer Ankunft an der Südkurve glich der Kassenbereich einer Ausverkaufs-Sonderaktion - gleich mehrere hundert Leute quetschten sich in Richtung der drei offenen Kassen, und das sah auch zum Anpfiff noch so aus. Ganz zu schweigen von der Kasse am Marathontor, wo kurz vor Spielbeginn eine bananenförmige Menschenschlange von 150 Metern Länge für Tickets anstand. Was sind das nur für Zustände? Zu guten alten Regionalliga-Zeiten orderte man sein Ticket noch kurz vor Spielbeginn bei den "freien" Kartenverkäufern (gibt's die überhaupt noch?) an den Eingängen. Und heute? Trotz rund 10 000 vorverkaufter Billets musst du wegen der schlechten Organisation eine halbe Stunde für deine Karte anstehen - Quetsch- und Schürfwunden inklusive. Ganz zu schweigen von dem regelmäßigen Verkehrschaos auf den Schotterparkplätzen nach dem Spiel. So kann das doch nicht weitergehen! Zehn Minuten nach Anpfiff hatte jedenfalls auch ich mir den Weg in die Südkurve gebahnt und musste komischerweise eine halb leere Gegentribüne sehen. Vielleicht standen die Leute ja auch nur für ein paar Äpfel an... Auf dem Platz hingegen ging es schon rund. Denn der RWE begann ungewohnt stürmisch und hatte in der gesamten ersten Hälfte Feldvorteile. Doch wie so oft scheiterten die Erfurter, allen voran Glöden (24. Minute), an ihrem eigenen Unvermögen. Auffällig wieder einmal die vielen Flanken - und ebenso auffällig deren schlechte Qualität. Aber das kennt man ja schon seit ein paar Jahren... Über lange Strecken sah man nicht viel vom Tabellenzweiten, der eher defensiv zu Werke ging, abgesehen von einer Chance für Peter van Houdt (29.) Das änderte sich erst in Hälfte zwei. Bei den Erfurtern lief im Aufbauspiel allmählich immer weniger. Die Fehlpässe häuften sich und auch die Defensive bröckelte langsam. Und so kamen die favorisierten Duisburger zu hochkarätigen Chancen. Nur dank René Twardzik blieb es beim 0:0 und dem durchaus glücklichen Punktgewinn für den RWE. Mit den vier Punkten aus den beiden schweren Spielen gegen Aachen und Duisburg kann man wohl auf jeden Fall zufrieden sein. Oder wie René Müller bemerkte: "Hätte mir das vor den beiden Spielen jemand angeboten, hätte ich die vier Punkte dankend angenommen". Dem kann man sich anschließen. Am Sonntag in Cottbus müssen die Erfurter nun jedenfalls beweisen, dass sie auch auswärts wieder bestehen können. Zu bemerken war am heutigen Tag noch das "Videorecorder-Weitwerfen" einer großen Elektromarktkette in der Halbzeitpause. Nachdem etliche Sportfreunde (darunter auch Präsident Rolf Frowein) ihr Glück versucht hatten, schleuderte Danilo sein Gerät aus dem Handgelenk in eindrucksvoller Manier auf rund 20 Meter - und sicherte dem Fanprojekt damit einen nagelneuen DVD-Recorder. Ein echtes Multitalent, dieser Danilo! Robert - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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