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Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
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Ein Torfestival - davon waren die Partien des FC Rot-Weiß Erfurt in den letzten Wochen soweit entfernt wie der Steigerwald vom Bernabeu-Stadion in Madrid. Jedenfalls wenn man die Torausbeute der Rot-Weißen betrachtete. Genau sieben Tore standen bis zum 14. Spieltag auf dem Konto des RWE. Wie man daraus 14 Punkte holen konnte, war ohnehin schon ein kleines Wunder... Was die gut 8 000 Zuschauer (offiziell 7 608) an diesem 1. Advent geboten bekommen, hätte aber wohl keiner erwartet. Gegen Karlsruhe hatte man in den beiden bisherigen Zusammentreffen in der Saison 2000/2001 zwar durchaus nicht schlecht ausgesehen (0:0 / 3:0), doch auf einen hohen Sieg wollte in Erfurt vor dem Spiel wahrlich keiner tippen. Das Spiel hatte um 15 Uhr noch nicht richtig begonnen, da lag der Ball schon das erste mal im Karlsruher Tor. Enrico Neitzel, sonst oft für seine Chancenverwertung kritisiert, köpft den Ball nach einer Schnetzler-Flanke lehrbuchartig ein. 2. Minute, 1:0 für den RWE - so einen Traumstart gab es schon seit langem nicht mehr. Man merkte den Erfurtern an, dass seit dem Frankfurt-Spiel der Wille endlich gebrochen war und sich auch an der Spielweise einiges geändert zu haben schien. Was in Minute 10 passiert, löst jedoch einmal mehr Fassungslosigkeit auf den Rängen aus. Nach einem Missverständnis zwischen Richter und Twardzik will der Erfurter Schlussmann den Ball wegschießen, trifft dabei aber den Karlsruher Freis, von dem der Ball abprallt und ins Erfurter Tor kullert. Riesennummer zwar - die RWE-Fans fanden es allerdings nicht so komisch, dass die frühe Führung so leichtsinnig wieder verspielt wird. Doch die Erfurter kämpfen weiter. Druckvoll wie selten in dieser Saison präsentieren sie sich im heimischen Steigerwald. Da ist die erneute Führung fast nur eine Frage der Zeit. Und so stellt Richters Schuss aus 18 Metern in der 17. Minute den alten Abstand wieder her. Als Enrico Neitzel nur sechs Minuten später unhaltbar zum 3:1 einschießt, brechen in Erfurt schließlich alle Dämme. Drei Erfurter Tore in einem Spiel - das gab es seit dem Spiel in Siegen vor fast einem Jahr nicht mehr. Doch die Partie war noch lange nicht vorbei. In der 32. Minute gelingt dem KSC durch Jan Männer der überraschende Anschlusstreffer zum 3:2. Entschieden war zur Halbzeit also noch lange nichts. Den Beginn der zweiten Hälfte verschlafen die Erfurter überraschenderweise völlig - von der Überlegenheit der ersten Halbzeit nichts mehr zu spüren. So kommt der KSC zunehmend gefährlich vors Erfurter Tor. Würde jetzt der erneute Ausgleich fallen, wäre es wohl schwer, das Ruder noch mal herumzureißen. Doch es sollte anders kommen. Ein Freistoß von Ralf Klingmann in der 63. Minute bringt die Entscheidung an diesem Nachmittag. Von rechts außen mutiert seine Flanke zum Schuss und landet direkt im Tor. Wie aus dem Nichts gelingt den Erfurtern damit der letzte Treffer des Tages. In der letzten knappen halben Stunde kommen beide Teams zwar noch zu Chancen, setzen den Torrausch der erste Hälfte aber nicht weiter fort und trennen sich schließlich mit 4:2. Hochverdient sichert sich die Elf von René Müller damit erneut drei Punkte zu hause und verlässt so endlich die Abstiegsränge. Um die Füße hochzulegen, ist es jedoch eindeutig noch zu früh. Mit den beiden Spielen gegen den 1. FC Köln (auswärts) sowie gegen Dynamo Dresden (zu hause) stehen dem RWE zu Jahresende noch zwei hochspannende und nicht minder wichtige Partien bevor. Zumindest einen Sieg sollten die Rot-Weißen schon noch holen, um geruhsam in die Winterpause gehen zu können. Mit dem ein oder anderen Punkt mehr auf dem Konto könnten sch die RWE-Profis selbst sowie ihren Fans jedoch noch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk machen. Robert - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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