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Sonntag, 12. Dezember 2004, 15.00 Uhr

2. Bundesliga, 17. Spieltag

FC Rot-Weiß Erfurt

1:1

(0:0)

Dynamo Dresden

-

 

1:1  David

66'

85'

 0:1  Lavric

 

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

18 032 (A)

Gästefans

:

2 000

Dy Dy Dy Dydydy, Na Na Na Nanana, Mo Mo Mo Momomo…..

Am letzten Spieltag der Hinrunde war es so weit: Das lang ersehnte Ost-Derby gegen Dynamo Dresden stand vor der Tür. Schon Wochen vorher hatte der Vorverkauf begonnen und die Vorfreude der RWE-Fans war nicht zu übersehen bzw. nicht zu überhören. So verwunderte es auch nicht, dass das Spiel schon vorher restlos ausverkauft war. 

Natürlich waren alle sehr optimistisch, schließlich hatte man auch allen Grund dazu nach dem 4:2 gegen Karlsruhe, dem 1:1 in Köln und aufgrund der Tatsache, dass Dresden noch nicht einen Punkt auf fremden Rasen geholt hatte.

Doch Dynamo belehrte uns zunächst eines Besseren. Von Beginn an stürmten die Gäste auf das Tor von Claus Reitmaier, der erneut für Twardzik im Tor stand. Bereits in der 6. Minute traf Kennedy die Latte, auch Wansi vergab mehrere Topchancen (16., 25.). Außer einer abgefälschten Flanke von Schnetzler, die von der Latte abprallte, und dem Nachschuss von Hebestreit fand das Erfurter spiel nicht statt. 

Dresden hingegen gewann fast jeden Zweikampf, erarbeitete sich Großchancen und unterband das Spiel der Rot-Weißen meist schon in der Erfurter Hälfte. Man konnte sich wirklich fragen, wer hier eigentlich ein Heimspiel hatte. Einziger Lichtblick: die Dresdener Chancenverwertung und die Hoffnung auf eine bessere 2. Halbzeit.

Und Hälfte zwei wurde besser. Auf einmal spielte der RWE so, wie man sich das eigentlich schon in der ersten Halbzeit gewünscht hätte: Die Pässe kamen an, Zweikämpfe und Kopfballduelle wurden gewonnen und es wurden Chancen herausgearbeitet. Doch man weiß es ja: Auch Erfurt hat ein „kleines“ Problem mit der Chancenverwertung - 13 Tore aus 17 Spielen sprechen Bände.

So war es dann auch nicht anders zu erwarten, als dass die Dresdener, die in der 1. Hälfte noch 100%ige Chancen vergaben, nun „irgendein dummes Tor" schießen würden. So geschah es dann in der 66. Minute. Nach einem Freistoß, den Glöden nicht weit genug raus köpfte, setzte Lavric zum Fallrückzieher an und traf…

Erfurt versuchte nun alles und wurde in der 85. Minute von Torwart Herber belohnt. Zuerst trat er an einem harmlosen Ball vorbei, wodurch sich die Chance für van Buskirk auftat. Doch dessen Schuss konnte gerade noch so zur Ecke abgewehrt werden. Diese wurde von Pavel David ausgeführt, irgendwie kam der Ball flach zur Strafraumgrenze zurück und David hielt einfach flach aufs kurze Eck - 1:1. Torwart Herber sah bei der Sache nicht gerade gut aus.

In den Schlussminuten hätte es fast noch zum Sieg für die Erfurter gelangt. Doch nach einer Ecke in der 90. Minute klärte ein Dresdener gerade noch auf der Linie. Kurz darauf pfiff ein guter Schiri Lupp etwas überpünktlich ab. Im Großen und Ganzen ein verdientes Unentschieden – einen Sieg (der natürlich sehr schön gewesen wäre) hätte Erfurt aufgrund der ersten Hälfte auch nicht verdient gehabt...

Damit ist eine interessante Hinrunde mit vielen spannenden Spielen vorbei. Erfurt hat den ein oder anderen Punkt geholt, mit dem (fast) keiner gerechnet hätte. Es wurden aber auch viele Punkte gelassen, die eigentlich eingeplant waren. Nichtsdestotrotz steht der RWE auf einem Nichtabstiegsplatz und liegt nur einen Punkt unter dem Soll von 20 Zählern.

Es wird sicherlich eine spannende Rückrunde geben, da es reichlich Kandidaten für den Abstieg gibt und alle sehr dicht gedrängt stehen. Hoffen wir also das Beste, wenn am 23. Januar 2005 um 15 Uhr im Steigerwaldstadion gegen Saarbrücken die Rückrunde und damit die heiße Phase beginnt.

Lars

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