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Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
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Gegen Rot-Weiß Essen, unseren Namensvetter aus dem Pott, stand nach dem Auswärtsspiel in Oberhausen das zweite Sechs-Punkte-Spiel in Folge auf dem Programm. Und um die bittere Erkenntnis vorweg zu nehmen: Auch diese zweite wichtige Partie gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf konnte der RWE nicht für sich entscheiden. Am Ende stand ein enttäuschendes 1:1 zu Buche, das keinem der beiden Teams wirklich weiter hilft. Das Spiel begann zunächst mit einer 15-minütigen Block-3-Blockade, die von den Ultras initiiert wurde. Grund für den Protest war das Verbot von Megaphon, Fahnen und Zaunfahnen im RWE-Heimblock aufgrund der Vorkommnisse beim letzten Heimspiel gegen Saarbrücken. Zahlreiche Feuerwerkskörper wurden bei diesem Spiel in Richtung der Ordnungskräfte geworfen. Die Praxis, daraus Konsequenzen für die gesamte RWE-Fangemeinde zu ziehen, war mehr als fragwürdig. Auf dem Spielfeld sahen die gut 8000 Zuschauer im Steigerwald eine schwache Halbzeit mit leichten Vorteilen für die Essener. Die Gäste konnten sich jedoch keine zwingenden Torchancen erarbeiten. So blieb es beim 0:0 zur Pause. Die zweite Hälfte hingegen war deutlich besser und begann gleich mit einen Paukenschlag. Neuzugang Markus Dworrak erzielte aus 20 Metern das 1:0 für Erfurt und ließ dem gegnerischen Torwart dabei keine Chance. Im weiteren Verlauf des Spiels konnten sich die Erfurter mehrere Chancen herausarbeiten. So traf beispielsweise David aus gut 10 Metern nur den Pfosten. Es kam jedoch, wie es kommen musste. Nach einer Ecke traf Essens Kioyo in der 84. Minute zum 1:1-Ausgleich. Doch Erfurt steckte nicht auf und kam in der Nachspielzeit noch zu einer wirklich hundertprozentigen Chance. Nach einer herrliche Kombination stand Onwuzuruike plötzlich frei vorm gegnerischen Torwart und konnte sich die Ecke aussuchen, schoss jedoch nur den Torwart an. Tiganj kam zwar zum Nachschuss, doch auch sein Schuss wurde abgeblockt. Bezeichnend war, dass danach der Ball nicht etwa von Koumantarakis’ Knie ins Tor prallte, sondern sich zwischen seinen Beinen verfing und schließlich durch diese hindurchrollte. Alles in allem hätte Erfurt das Spiel heute gewinnen müssen, doch einmal mehr stand die miserable Chancenverwertung im Wege. Wenn sich dieses Manko nicht endlich in den nächsten Spielen legt, kann man in Erfurt langsam mit den Planungen für die 3. Liga beginnen. Als Hoffnungsschimmer sei zu erwähnen, dass sich die beiden Neuen, Dworrak und Pavlovic, bei ihrem ersten Spiel ganz gut gemacht haben. Wenn sie sich in der Mannschaft akklimatisiert haben, könnten sie Erfurt im Abstiegskampf durchaus noch weiterhelfen… Lars - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Bilder: Lars Rommel
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