WERRATALER JUNGS ONLINE |
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Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
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Mit grandiosen Auswärtssiegen wurden die RWE-Fans in den vergangenen Monaten und Jahren ja nicht gerade verwöhnt - sieht man mal von dem 6:1-Kontersieg beim SV Wehen in der letzten Saison ab. In der aktuellen Zweitliga-Runde hatte die rot-weiße Fanschar auswärts jedenfalls bisher nur am ersten Spieltag reichlich Grund zu feiern, als die Erfurter unerwartet drei Punkte aus dem Saarbrücker Ludwigspark entführen konnten. Am heutigen sonnig-kalten Februarsonntag sollte sich jedoch das Blatt endlich wenden ... Kurz nach 10 Uhr machten sich die vier Werrataler Jungs Christopher, Ronald, Sandro und Robert auf den Weg nach Ahlen, um wie rund 250 andere hartgesottene, dem Winter trotzende RWE-Schlachtenbummler dem ersten Spiel unter Chefcoach Jan Kocian beizuwohnen. Anlass zum Optimismus bestand ja nicht gerade angesichts einer miserablen Punkteausbeute in den letzten Wochen, ja Monaten. Doch sollte heute alles anders werden? Es sah zunächst nicht danach aus. Die erste Halbzeit ähnelte mehr einem Vergleich David gegen Goliath als einem Duell zweier Konkurrenten im Abstiegskampf der zweiten Liga. Völlig kraft- und ideenlos präsentierte sich eine rot-weiße Mannschaft auf dem Feld, die gegenüber dem Spiel gegen Fürth noch um einiges unbeholfener wirkte. Kurz gesagt: Mit einer solchen Leistung waren uns Auswärtsniederlage und Zweitliga-Abstieg sicher. Auch die heute von Anfang an spielenden Twardzik, Kresin, Kreuz und Barletta änderten wenig am insgesamt miserablen Gesamteindruck. Völlig verdient brachte Zeljko Sopic den LR bis zur Pause durch einen Doppelschlag in der 29. und 34. Minute 2:0 in Führung. Chancen für Rot-Weiß? Fehlanzeige! Doch noch war ja nichts verloren. Kocian setzte zur Halbzeit auf van Buskirk für Kresin, und er setzte auf eine Pausenansprache, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Wie ausgewechselt machten die in blau gekleideten Erfurter plötzlich das Spiel, gewannen Zweikämpfe und kamen sogar zu Torchancen. Gleich der erste Schuss von Joker van Buskirk sollte sitzen - unhaltbar für Ahlens Keeper Meier (59.). Nach fast einer Stunde der Frustration war endlich Aufbruchstimmung zu spüren. Keine zehn Minuten waren vergangen, da konnten die Rot-Weißen schon wieder jubeln. Nach einem Querpass von Kreuz war Tiganj zur Stelle und schob zum 2:2-Ausgleich ein. Der RWE war wieder da - wer hätte das nach dieser ersten Hälfte vermutet? Und das Spiel war noch immer nicht beendet. Zehn Minuten vor Schluss gab es dann jedoch noch mal unschöne Szenen im Erfurter Strafraum. Ahlens N'Diaye - im Hinspiel noch Schütze zum 1:1-Ausgleich - musste nach einer Tätlichkeit vom Feld. So ging es in der hektischen Schlussphase noch mal hin und her. Ahlen wollte sich nach der starken ersten Hälfte nun nicht ganz die Butter vom Brot nehmen lassen, Erfurt spürte, dass auswärts endlich was zu reißen war. Und endlich war das Glück mal auf Erfurter Seite. Der engagierte Markus Dworrak zieht in der 90. Minute von rechts ab, der Ball prallt an den Innenpfosten und landet tatsächlich im Tor. Riesenjubel bei den Erfurter Spielern auf dem Feld, Riesenjubel im RWE-Block. Wenige Minuten später pfeift Schiedsrichter Schliever ab. Was für ein Auswärtssieg! Die Partie nach dem 0:2-Rückstand noch zu drehen, hatte den Erfurtern nach der schwachen Vorstellung in Hälfte eins wahrlich keiner zugetraut. Doch endlich hat die Mannschaft gezeigt, dass sie auch in der Lage ist, in schwierigen Situationen zusammenzustehen. Ob es am neuen Trainer lag, werden die nächsten Wochen zeigen müssen. Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen kann man jedoch ganz sicher zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben schauen. Robert - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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