WERRATALER JUNGS ONLINE |
|
|
|
|
Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
|
|||||||||||||||||||||||||
|
<< vorheriges Spiel << >> nächstes Spiel >>
Auswärtsfahrten sind schon was feines - gemütlich im Auto oder im Bus sitzen, genüsslich ein paar Kaltgetränke zu sich nehmen, ein neues Stadion mitnehmen und im besten Fall sogar noch was von der Welt. Auch an diesem Sonntag war es wieder soweit - Fanclub-Busfahrt in die Duisburger MSV-Arena. Gut gelaunt starteten die acht Schlachtenbummler gegen 9 Uhr mit ihrem gemieteten Kleinbus in Breitungen. Unter die Fanclubbesatzung mischten sich heute die Sportfreunde Thoralf und Dieter aus Steinbach sowie Frank aus Schweina. Für das "leibliche Wohl" war wie immer bestens gesorgt. Der Gerstensaft lief dementsprechend gewohnt prächtig, auch wenn manch einer sich noch mit Ermüdungserscheinungen, die wohl auf Ereignisse der letzten Nacht zurückzuführen waren, zu kämpfen hatte. Auch den RWE-Mannschaftsbus samt Autokorso konnte man auf der Autobahn kurz vor Duisburg begrüßen. Eigentlich sprach also alles dafür, dass so ein Debakel wie in Aachen am heutigen Tag verhindert werden könnte. Manch einer träumte sogar von Favoritenschreck-Zeiten á la Köln im letzten Dezember. Naja, träumen soll ja noch erlaubt sein... Nach einem unfreiwilligen Fußmarsch rund um den stadionnahen Badesee (Schikane!) enterte man die nagelneue MSV-Arena. Sehr schmuck, was diese Duisburger da aus ihrem alten, aber eigentlich sehr sympathischen Wedaustadion gemacht haben. Manch einer fing schon wieder an zu träumen ... hach, ins Gebreite würde so ein Schmuckkästchen bestimmt auch gut hinpassen! Viele dieser Träume waren elf Minuten nach Anpfiff schon wieder in Vergessenheit geraten. Zack, bumm - 2:0 für Duisburg. Irgendwie fühlt man sich in solchen Momenten wie im falschen Film. Seit Wochen wird gepredigt, die Anfangsminuten mit voller Konzentration anzugehen, und dann sowas! Nur acht Minuten waren gespielt, da hatte Ahanfouf das 1:0 markiert. Anfang machte es ihm drei Minuten später nach - und das war erst der Anfang! Naja, wenigstens bis zur Halbzeit konnten die Rot-Weißen Schlimmeres verhindern. Von "Tormöglichkeiten" für die Blumenstädter wollen wir hier mal gar nicht erst sprechen. In Hälfte zwei gab es erneut Déja-vu-Erlebnisse für die Rot-Weiß-Fans. Diesmal waren es sogar nur sechs Minuten, bis der Ball zum dritten mal im Erfurter Netz zappelte. Bürger lenkte die Kugel in Minute 51 nach einem Schuss von El Kasmi ins eigene Tor - kann ja schon mal vorkommen. Als jedoch Kapitän Barletta knapp zehn Minuten später den roten Karton gezeigt bekam, wurde es wirklich langsam etwas zu bunt. Nach seiner Nachtret-Aktion darf er sich wohl auf einige Spiele Sperre und eine vereinsinterne Geldstrafe einstellen. Dem Verein tut er damit jedenfalls keinen Gefallen. Der darauf folgende Freistoß von Bugera landete - wie sollte es auch anders sein - im Erfurter Tor. Wieder war es Bürger, der den Ball abfälschte. Da wurde es auch René Twardzik zu bunt. "Warum gehst du denn aus der Mauer?", soll der Tscheche entgeistert in Richtung Henning Bürger geschrien haben. Es waren nicht die ersten Abstimmungsschwierigkeiten an diesem Tag. Naja, wenigstens wurde die Packung nicht noch dicker und es blieb beim insgesamt hochverdienten Sieg der Duisburger. Spielerisch prallten in der MSV-Arena heute ohne Zweifel Welten aufeinander. Der Support der 400 Erfurter war jedoch wieder erstklassig - trotz oder vielleicht auch gerade wegen der erneut hohen Auswärtsklatsche herrschte beste Laune im Gästeblock. Daran, dass die Erfurter das Spiel noch umbiegen könnten, hatte man eigentlich schon nach zehn Minuten den Glauben verloren... Nach der 1:5-Niederlage in Aachen gab's also nun mit dem 0:4 auswärts die zweite herbe Niederlage in Folge. Die Welt geht davon noch nicht unter. Aber in den ausstehenden sechs Spielen müssen wohl mindestens zehn Punkte eingefahren werden, um den Klassenverbleib zu sichern. Auch wenn die schweren Heimspiele gegen Cottbus, Frankfurt und Köln allesamt gewonnen werden sollten, bräuchte es so wohl zumindest noch ein bis zwei Pünktchen aus den Auswärtspartien in Burghausen, Karlsruhe und Dresden. Alles in allem keine leichte Aufgabe für den RWE. Die Unterstützung der Fans dürfte aber in den ausstehenden Spielen wohl gewiss sein. Vor allem in den Heimspielen gilt es jetzt, die Mannschaft kompromisslos anzufeuern. Denn nur wenn der RWE an seiner Heimstärke unter Jan Kocian festhalten kann, geht's nächstes Jahr nach vielleicht Rostock und Freiburg anstatt nach Elversberg und Pfullendorf! Robert Bilder von der Fanclub-Busfahrt >> - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
|
|||||||||||||||||||||||||||