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Das letzte Heimspiel des Spieljahres 2004/2005 war gekommen. Ob es auch das letzte in Liga zwei sein würde, sollte sich heute nun endgültig klären. Zwar bestand noch die Minimalhoffnung, den Klassenerhalt durch Siege gegen Köln und Dresden sowie einem Erfolg in der Revisionsverhandlung des Sportgerichts doch noch zu packen. Daran, dass dies zu schaffen sei, glaubten aber wohl nur noch die größten Optimisten (so wie unser Manager Beutel zum Beispiel). Vielmehr ging es heute darum, sich gebührend von den Fans zu verabschieden und ihnen mit einem Heimsieg doch noch ein versöhnliches Saisonende zu bereiten. Mit 17 500 Zuschauern füllte sich das weite Rund heute auch noch einmal prächtig, auch wenn die erhoffte "Ausverkauft-Marke" von 20 000 nicht erreicht werden sollte. Ein frühes Gegentor blieb heute aus - dafür brachten die Anfangsminuten gleich einige Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Nachdem sich die Kölner durch klare Chancen von Podolski und Sinkiewicz Respekt verschafft hatten, kam der RWE kurz darauf zur ersten Kontermöglichkeit. Schnetzlers Schuss in der 7. Minute war jedoch zu schwach. Doch es ging munter weiter. Ein Kopfball von Kölns Scherz sprang in Minute 15 an den Pfosten und von da wieder zurück ins Feld. Kurz darauf war auch den Kölnern das Glück hold. Ein Kopfball von Traub konnte gerade noch so auf der Linie geklärt werden - die dickste Chance für Rot-Weiß in Hälfte eins. Danach wurden die Kölner zunehmend stärker und gewährten den Erfurtern immer weniger Spielraum. Die größte Möglichkeit für die Karnevalsstädter parierte Twardzik in der 25. Minute glänzend auf der Linie, nachdem Podolski aus Nahdistanz draufgehalten hatte. Kurz vor der Pause befand sich dann das ganze Stadion im Torjubel, doch zu früh. Schiedsrichter Winkmann verweigerte den Rot-Weißen den Treffer und gab anstatt dessen gelb für Stephan Keller. Die "Hand Gottes" war wohl mit im Spiel gewesen. Die zweite Halbzeit konnte nicht mit der temporeichen ersten Hälfte mithalten. Doch aus der ersten Chance machten die Geißböcke gleich ein Tor. Fall ließ auf der linken Seite Matthias Scherz zu leichtfertig passieren. Dessen Flanke konnte Marius Ebbers zum 1:0 für die Gäste verwerten - Jubel bei den 2 500 mitgereisten Köln-Fans nach rund 60 Minuten. Danach passierte nur noch wenig. Die Erfurter mühten sich zwar, das Spiel noch zu drehen, kamen aber meist nicht in Strafraumnähe der Kölner. Ein Schuss von Schnetzler in der 70. Minute war einer der wenigen Lichtblicke in Hälfte zwei. Was die Rot-Weiß-Fans in der letzten viertel Stunde zeigten, war jedoch phänomenal. In Feierlaune wurde standesgemäß der Dauergesang "Hey, FC Rot Weiß, ..." angestimmt. Und selbst die Welle schwappte mehrmals durch den Steigerwald - trotz der Niederlage, des feststehenden Abstiegs und der ungewissen Zukunft des FC Rot-Weiß. Da ließen es sich auch die Kölner nicht nehmen, mitzufeiern und die Welle weiterzutragen. Nichtsdestotrotz war nach dem Spiel Gewissheit, dass der RWE in der kommenden Saison nicht mehr in Liga zwei spielen wird. Damit werden auch die Zeiten von mehr als 10 000 oder gar 15 000 Zuschauern im Steigerwald erst mal Geschichte sein. Den echten Fans dürfte es egal sein. "In einem Jahr - sind wir wieder da", heißt jetzt die Devise. Ob das bei den 17 500, die heute anwesend waren, auch der Fall sein wird, darf bezweifelt werden. Robert - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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