WERRATALER JUNGS ONLINE |
|
|
|
|
Home > Spiele & Berichte (2004/2005) > Spielbericht |
|
|||||||||||||||||||||||||
An diesem Sonntag, dem 22. Mai, war es gekommen, das Saisonfinale im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion. Bereits Monate zuvor, ja direkt nach Verkündung des Spielplans für die Zweitliga Saison-2004/2005 wurde prophezeit: Am letzten Spieltag geht es noch mal richtig rund... Vorausgesetzt natürlich, es geht noch um etwas, genauer gesagt den Klassenerhalt für mindestens eins der beiden Teams. Doch das war heute wider Erwarten dann doch nicht der Fall. Bereits seit der Niederlage in Karlsruhe, spätestens jedoch nach der Heimpleite gegen Köln, war der Abstieg der Rot-Weißen besiegelt. Und auch der Weg der Schwarz-Gelben für die neuen Saison stand bereits seit einigen Wochen fest: ein weiteres Jahr in Liga zwei, und nach eigener Ansicht mit Ambitionen nach oben. Die einen also auf Wolke sieben und die anderen wohlmöglich im freien Fall nach unten... So war der sportliche Reiz der Partie zumindest dahin. Das merkte man auch an der Zahl mitgereister Erfurter Gästefans. Mit bis zu 2000 oder gar mehr rechnete man im Vorfeld der Partie. Rund 1000 Rot-Weiße - überwiegend mit dem Sonderzug angereist - fanden sich dann schließlich im Gästeblock des "ausverkauften" Rudolf-Harbig-Stadions ein. Die Dynamos hingegen bildeten im Rest des rappelvollen Stadionrunds ein Meer aus Schwarz-Gelben Farben und verbreiteten schon lange vor Anpfiff Feierstimmung in der altehrwürdigen Fußballstätte. DDR-Oberligaflair lag da förmlich in der Luft. Mit viel Tempo ging die Partie um Punkt 15 Uhr los. Bereits nach wenigen Sekunden hatte David das 1:0 für den RWE auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Dresdens Schlussmann Kresic. Rund acht Minuten später rollte die Rot-Weiße Angriffswelle dann erneut. Onwuzuruike wird von David bedient und zieht aufs Tor ab, Kresic kann die Kugel nicht festhalten und Torsten Traub staubt abgeklärt zum 1:0 für Erfurt ab. Jubel im RWE-Block - sollten sich die Rot-Weißen etwa mit einem Auswärtssieg aus Liga zwei verabschieden? Drei Minuten später war diese Frage schon fast beantwortet. Ähnliche Situation auf der Gegenseite: Oswald prüft Twardzik mit einem Fernschuss, der lässt den Ball prallen und muss sich Lavrics Nachschuss geschlagen geben. Mehr als 20 000 im Jubelrausch - die RWE-Fans tragen's mit Fassung. Und nachdem sich die Sonne noch zu Spielbeginn gezeigt hatte, regnet es nun schon bald dicke Tropfen vom Himmel. Ein gewisser Fanclub-Präsident strahlt. Weniger erfreulich war, dass bis zur Halbzeit Dynamo immer mehr das Spiel bestimmte. Twardzik war zum Glück meist zur Stelle und rettete das Unentschieden wenigstens bis zur Pause. Einmal mehr war er einer der wenigen, die sich heute nichts vorzuwerfen hatten, sprich Einsatz zeigten. Denn vom Rest der Mannschaft kam nicht mehr allzu viel. Bereits nach 20 Minuten der ersten Hälfte war bereits für Hebestreit Ende der Partie, oder vielleicht sogar Ende bei Rot-Weiß? - Nach einem Zusammenstoß kam jedenfalls van Buskirk für den eventuell bald in Leutzsch auflaufenden "Ur-Rot-Weißen". Nach der Pause flachte das Spiel immer mehr ab. Nicht genug, dass nun der Regen immer stärker wurde, nein, auch Torsten Traub verlor scheinbar die Orientierung. Nach acht Minuten noch gefeierter Held, wollte er es jetzt so richtig wissen und schob die Kugel in der 64. Minute noch einmal in die selben Maschen wie zuvor. Was für ein Unglück nur, dass zur Halbzeit die Seiten gewechselt werden. Den Dresdenern war's egal. Sie feierten Flankengeber Ansgar Brinkmann und Klemen Lavric, der Herrn Traub wohl von hinten schlimme Dinge ins Ohr geflüstert haben muss. So blieb es dann auch beim 2:1 für die Hausherren, die damit einmal mehr ihre Heimstärke unter Beweis gestellt haben und dem RWE zudem einen versöhnlichen Abschied aus der zweiten Liga verwehrten. Dass das entscheidende Tor am heutigen Tag auch noch durch einen Erfurter fallen musste, war ärgerlich, aber vor allem symptomatisch für eine Saison der Fehler, Ausrutscher, Patzer und - Misserfolge. "Wir haben zu viele Fehler gemacht. Die Mannschaft, die die meisten macht, steigt am Ende der Saison ab." Wenigstens weiß Jan Kocian, woran's gelegen hat. Robert - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
|
|||||||||||||||||||||||||||