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Samstag, 30. Juli 2005, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 1. Spieltag

FC Rot-Weiß Erfurt

4:3

(1:2)

1. FC Köln II

-

 

 

1:2  David 

2:2  Onwuzuruike 

3:2  David (Elfm.) 

 

4:3  Hebestreit 

21'

30'

35'

55'

72'

76'

78'

 0:1  Schlösser

 0:2  Chitsulo

 

 

 

 3:3  Tosun (Elfm.)

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

4 158

Gästefans

:

0

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Auftakt nach Maß

Der RWE hat sein erstes Saisonspiel in der Regionalliga Nord mit 4:3 gewonnen. In einer dramatischen Partie konnten die Rot-Weißen einen 0:2-Rückstand noch umbiegen. Pavel David, Henry Onwuzuruike und Ronny Hebestreit brachten durch ihre Tore den FC Rot-Weiß auf die Siegerstraße.

Vor gut 4000 Zuschauern im nicht gerade üppig gefüllten Steigerwaldstadion bereitete RWE-Trainer Dotchev vor allem die Abwehr viele Kopfschmerzen. Die unerfahrene Viererkette ließ sich von den schnellen Stürmern der Kölner immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Das 0:1 war so nur eine Frage der Zeit. Schlösser staubte in der 21. Minute nach einer Unsicherheit von Ratajczak ab und brachte den gähnend leeren Gästeblock so zumindest imaginär zum beben. Knapp zehn Minuten später herrschte erneut Ausnahmezustand in der Erfurter Hälfte. Nach einem Fehler von Brunnemann verwertet Chitsulo eine Flanke von Epstein zum 2:0. Nachdem Ratajczak herausgekommen war, stand das Gehäuse für den Kölner einschussbereit offen.

Doch nach diesen Rückschlägen steckte die neu formierte Erfurter Mannschaft nicht auf. Eine Standardsituation leitet in der 35. Minute die Wende ein. Gruevs Freistoß prallt vom Kölner Hintermann ab, so dass David den Ball am langen Pfosten im Netz versenken kann. Kurz vor der Pause hat der lauffreudige Henry Onwuzuruike den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss geht am Gehäuse von Keßler vorbei.

RWE erhöht den Druck

In der zweiten Halbzeit zeigten die Rot-Weißen dann, dass sie das Toreschießen nicht verlernt haben. Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff gelingt Onwuzuruike mit einem Volleyschuss die verdiente Führung - so schnell kann eine Zwei-Tore-Führung dahin sein. Doch Pavel Dotchev gab sich mit dem Unentschieden keineswegs zufrieden. Trotz stetiger Patzer in der Defensive machten die Erfurter weiter Druck. So kam es, dass sich Ronny Hebestreit in der 72. Minute plötzlich mutterseelenallein vor dem Kölner Torhüter wiederfand und diesen auch noch auszuspielen versuchte. Keßler zog die Notbremse und brachte Hebestreit zu Fall, was einen Elfmeter für Erfurt und die rote Karte für Kölns Schlussmann zur Folge hatte. Nachdem Pavel David den RWE erstmals in Führung gebracht hatte, hielt es bei den Fans keinen mehr auf seinem Sitz.

Die Freude währte jedoch nur kurz. Fast im Gegenzug foult Schnetzler Chitsulo im Strafraum und beschert den Kölnern damit die prompte Chance zum Ausgleich. Tonsun verwandelt sicher zum 3:3. Doch in der 79. Minute schlägt Ronny Hebestreit noch mal zu. Die Gruev-Ecke prallt von seinem Haupt an den Innenpfosten und landet zum Jubel der zitternden Menge im Netz der Kölner. 4:3 - spannender und nervenaufreibender kann eine Saisonpremiere wohl nicht mehr sein.

Licht und Schatten

Mit dem Heimsieg haben sich die Rot-Weißen selbst und ihren Anhängern einen Auftakt nach Maß beschert. In der Defensive offenbarten sich zwar noch zahlreiche Defizite. Diese lassen sich aber  durch eine Verpflichtung von Björn Laars wohl etwas eindämmen. Offensiv läuft es hingegen bisher recht flüssig. Da bleibt nur zu hoffen, dass nach dem vielumjubelten Sieg im ersten Spiel nicht wie im Vorjahr nach einigen Spielen die Ernüchterung kommt ...

Text/Fotos:  Robert Nößler

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