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Mittwoch, 3. August 2005, 19.30 Uhr

Regionalliga Nord, 2. Spieltag

FC St. Pauli

1:0

(0:0)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

1:0  Luz 

67'

 

Millerntor-Stadion, Hamburg

Kapazität

:

20 725

Zuschauer

:

16 995

Gästefans

:

700

>> Panorama-Foto <<

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Kein Punkterfolg am Millerntor

Gleich am 2. Spieltag stand das Spiel an, auf das sich schon viele im Vorfeld der Saison gefreut hatten: der Auswärtskick in St. Pauli. Und so war es dann auch für den Fanclub kein Problem, einen Kleinbus voll zu bekommen. Schade nur dass die Partie auf einen Mittwoch gelegt wurde, sonst hätte man vom Fanclub aus sogar einen Reisebus mieten können. In dem Fall wären es sicher auch deutlich mehr als die schon beachtlichen 700 RWE-Fans in St. Pauli gewesen.

So machten sich am Mittwoch um 11 Uhr Ronald, Sandro, Paul, Danny, Anne, Leo, Michael und Lars auf den Weg nach Kassel, um dort Christopher abzuholen und anschließend weiter nach Hamburg zu fahren. Frohen Mutes ging es gen Norden und auch die ein oder andere Hopfenkaltschale wurde dabei geleert. Bis auf einen kleinen Zwischenfall an einer Tankstelle kurz vor Kassel - "Das ist mein Garten in den ihr da pisst, ich ruf gleich die Jungs in Grün" – sollte nichts Erwähnenswertes auf der Hinfahrt vorfallen.

In Hamburg angekommen, machten wir uns auch gleich auf den Weg zum Stadion, wo wir bei Igel erst mal unsere am Tag zuvor erhaltenen Fanclubschals bezahlten. Am Millerntor trafen wir dann auch Robert, der "privat" angereist war.

Um 19.30 Uhr war endlich Anstoß, und zum Erstaunen der 17 000 Fußballbegeisterten konnte Erfurt sehr gut mithalten. Die Rot-Weißen waren in der ersten Hälfte sogar die bessere Mannschaft. Auch die eklatanten Abwehrschwächen vom Köln-Spiel wurden abgestellt. Allerdings konnten sich beide Mannschaften kaum Torchancen erarbeiten. Zu erwähnen wäre nur ein Kopfball von Bertram und ein Schuss von Boll für St. Pauli, der von der Latte abprallte.

Ein mal "Song 2" reichte zum Heimsieg

In der 2. Hälfte wurden die Hamburger dann stärker, vor allem Schubitidze machte über rechts viel Druck. So kam St. Pauli auch zu einigen Chancen, wie einem Flachschuss von Schubitidze in der 54. Minute oder einer Einzelaktion von Meggle, der frei vor Ratajczak auftauchte. In der 67. Minute war es nach einer Ecke dann aber so weit: Luz köpfte zum 1:0 ein. Zur Belohnung gab's "Blur" auf die Ohren.

In der Folgezeit sahen die Zuschauer ein offenes Spiel, allerdings ohne hochkarätige Chancen. So blieb es beim 1:0 und wir machten uns "Mut" mit Sprüchen wie "es könnte schlimmer kommen, denn es könnte ja regnen" oder "ich müsst' kotzen wenn's jetzt regnen würde, dann wäre meine Stimmung im Keller". Nicht dass es auch nur einen Tropfen geregnet hätte an diesem Abend...

Wie dem auch sei, nach dem Spiel ging's noch mal zwei Stunden auf den Kiez - nach dem Motto: "nur ma gucken". Allerdings waren wir nicht als Neuner-Gruppe unterwegs, sondern haben uns aufgeteilt und einen Treffpunkt ausgemacht. Paul, Anne, Danny und meine Wenigkeit zog es zunächst in die Herbertstraße. Allerdings war für Anne vor der Amüsiermeile erst mal Schluss. Danny ist schließlich mit ihr außen rum gegangen und sie haben auf der anderen Seite gewartet (Danny konnte dann natürlich auch mal "rein").

Begegnungen auf der Herbertstraße

Auf der Herbertstraße kamen uns dann auch Christopher und Michael entgegen. Kaum standen wir beisammen, ging auch schon ein "Schaufenster" auf und es kam zu einem "Verkaufsgespräch". Merke: Man kann auf der Herbertstraße von 50 € auf 30 € runterhandeln. Etwas später forderte uns dann ein älterer Herr dazu auf, ein Lokal zu betreten. Bei 5 € Eintritt und einem Freigetränk inklusive hieß es: "Guck mer ma nei?!" Drinnen wurde uns dann auch gleich ein Platz in der ersten Reihe zugewiesen, allerdings war die Aussicht nicht so prickelnd (wir hatten an diesem Abend schon Besseres gesehen).

Als wir dann den freundlichen Hinweis auf der Getränkekarte sahen - "Bitte vor der Bestellung einsehen" – haben uns die Sache mal angeschaut und festgestellt: "Wir trinken aus und gehen schnell wieder!" Ein kleines Bier oder eine kleine Cola 6 €;  ein Getränk und ein kleiner Schnaps 20 €; eine Flasche Wein, Sekt oder Champagner 60 € und mehr... - "na denn mal Prost!"

Auf der Heimfahrt gab es keine weiteren Vorkommnisse, was damit zu begründen war, dass nahezu alle geschlafen haben. So waren dann auch alle froh, als sie endlich daheim waren und in ihr Bett konnten...

 

Text   Lars Rommel

 

Fotos:  Robert Nößler

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>> Panorama-Foto <<

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos:  Robert Nößler