WERRATALER JUNGS ONLINE |
|
|
|
|
Home > Spiele & Berichte (2005/2006) > Spielbericht |
|
|||||||||||||||||||||||||
|
<< vorheriges Spiel << >> nächstes Spiel >>
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mit einem Wort: WAHNSINN Nach dem recht ereignisreichen Pokalwochenende stand gegen Emden wieder der Kampf um Punkte im Vordergrund. Doch nur 3009 zahlende Zuschauer zog es in den Steigerwald - die Thüringer Schuleinführungen ließen grüßen. Ansonsten stimmten die Rahmenbedingungen jedoch: sonniges Wetter und gute Stimmung unter den Fans - natürlich auch bei den Werrataler Jungs.
Kein Durchkommen gegen die Emdener Abwehr Aber wie
eine Flut gegen den Deich - alles prallte immer wieder ab. Gute und sehr
gute Chancen verstrichen ungenutzt in der ersten Halbzeit - ob es Pavel
David mit einem Fallrückzieher probierte (14. Minute) oder mit einem
satten Schuss aufs Tor (23.). Auffallend bei RWE: Die Standards wirkten
diesmal relativ harmlos und wurden leichtfertig vergeben. In der ersten Halbzeit musste Kapitän Hebestreit auch noch mit einer Hüftprellung ausgewechselt werden - für ihn kam Robert Fischer. Und "Fisch" hatte auch die Riesenchance zum Führungstreffer auf dem Stiefel. Nach präziser Hereingabe von Rico Kühne steht er allein vor dem Torwart und setzt den Volleyschuss aus etwa acht Metern über die Latte. Nun war etwas die Luft raus bei RWE und man musste bei einigen Gästekontern aufpassen, dass man nicht noch in Rückstand geriet. Nachdem bereits in der 9. Minute ein Gästeschuss vor der Torlinie abgeblockt wurde, waren es nun Siedschlag (70.) und Grgic, die Ratajczak zu tollen Paraden zwangen. Auf "Ratta" war heute bei den wenigen Gästeaktivitäten absolut Verlass. Die 92. Spielminute Alles hatte sich nun schon auf ein 0:0 eingestellt. Im weiten Rund schauten alle auf die Uhr und erwarteten den Abpfiff. Noch einmal RWE-Angriff, wieder Foulspiel der Emdener. Während Holst, Gruev und Kühne noch diskutieren, wie man den Freistoss wohl schießen könnte, sagt sich Henry Onwuzuruike wohl "Das dauert mir zu lange" und schiebt den Ball einfach quer zu Schnetzler. Der vollführt einen Pressschlag mit einem Emdener - eigentlich war der Ball schon wieder verloren - und spielt mit dem Außenrist in die Gasse zu Brunnemann, der im Strafraum mutterseelenallein steht. Björn hämmert ohne zu überlegen aufs Tor und trifft - 1:0 für RWE - und das in der 92. Minute. Das Steigerwaldstadion steht Kopf, 3 000 Zuschauer toben in einer Mischung aus Jubel, Erleichterung - und alles hat nur ein Wort: "WAHNSINN". Wieder einmal dieser Brunnemann - der Mann für die wichtigen RWE-Tore. Anscheinend kann Papawerden nicht nur anstrengend sein, sondern auch Kräfte freisetzen. Neben Björn Brunnemann hat auch Rico Kühne in seinem ersten vollen Pflichtspiel eine gute Partie in der Viererkette geboten, so dass ihn der Kicker gleich in die Elf des Tages aufnehmen sollte. Nach diesem Herzkasperspiel - dem zweiten nach Köln II zum Auftakt - kann man sagen: Im Steigerwald ist immer was los, wenn RWE spielt.
Text: Ronald Rychlewski
Fotos: Lars Rommel
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
|
|||||||||||||||||||||||||||