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Samstag, 17. September 2005, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 9. Spieltag

SC Rot-Weiß Oberhausen

1:0

(1:0)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

1:0  Gataric 

21'

 

Niederrheinstadion, Oberhausen

Kapazität

:

21 318

Zuschauer

:

1 889

Gästefans

:

120

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 

Erschütternd ...

... war heute nicht nur die Leistung der Rot-Weißen, sondern auch die Beteiligung der Fanclub-Mitglieder an der Auswärtsfahrt zum Traditionsverein nach Oberhausen. Ganze drei Mann (Felix, Sandro und meine Wenigkeit) machten sich auf in den Pott.

Und was es da zu sehen gab, ist schnell erläutert. Vor einer armseligen Kulisse (auch nur rund 120 mitgereiste Erfurter) war unser Team in der Anfangsphase überlegen, ohne sich jedoch gute Möglichkeiten herauszuspielen. Man merkte irgendwie, dass hier Not gegen Elend spielt. Die einen - RWO - mit dem letzten Aufgebot angetreten, konnten gar nicht besser und die anderen wollten oder konnten vielleicht auch nicht besser.

Die erste Chance für RWO nutzte Gataric in der 21. Minute nach einem Freistoß zum 1:0. Danach passierte nicht mehr viel. Die Erfurter waren auch in Hälfte zwei spielbestimmend, diesmal aber mit Pech (zwei Lattentreffer). Aber das Aufbäumen, falls man die lächerlichen Bemühungen unseres Teams so nennen will, hatten auch Konter der Einheimischen zu Folge - die jedoch auch kläglich vergeben wurden. Ein Mal griff Ratajczak wie so oft neben den Ball, der aber nur an den Pfosten kullerte. Die zweite Großchance vergab Kutrieb, indem er aus elf Metern Distanz völlig frei unseren Keeper anschoss.

Hoffnung in der Kanalkurve

Als in der 82. Minute Saur wegen Nachtretens an Fischer Rot sah, keimte noch mal Hoffnung in der Kanalkurve, wo die Gäste im Niederrheinstadion untergebracht sind, auf. Aber alles vergebens. Niemand war im Mittelfeld da, der das Spiel an sich riss oder es gar beleben konnte. Man sah nur Verteidiger, denen nichts anderes einfiel, als den Ball nach vorne zu dreschen und Stürmer, die weder Flanken annehmen noch verwerten können.

So blieb es bei der vierten Auswärtsniederlage im vierten Auswärtsspiel. Wer da noch vom "Blick nach oben" redet, verkennt wohl die Realität. Ich nehme der Mannschaft die Leistung nicht übel, denn es ist offensichtlich, dass sie im Moment nicht zu viel mehr in der Lage ist. Ich hoffe nur, dass im Abstiegskampf die Nerven behalten werden und gegen Gegner wie heute demnächst der ein oder andere Punkt herausspringt.

Text:   Christopher Pfaff