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Samstag, 24. September 2005, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 11. Spieltag

Bayer Leverkusen II

3:2

(2:1)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 

1:1  Röttger

2:1  Bendovskyi

 

3:2  Döpper

10'

23'

44'

63'

88'

 0:1 David

 

 

 2:2  Brunnemann

 

Ulrich-Haberland-Stadion, Leverkusen

Kapazität

:

3 200

Zuschauer

:

350

Gästefans

:

100

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 

Frühe Führung nützte nichts

Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Wuppertal setzte es bei den "Pillenessern" aus Leverkusen die zweite Niederlage innerhalb von vier Tagen – diesmal aber verdient.

Die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und wollte auswärts endlich die ersten Punkte holen. Um das zu sehen (und weil man als Fan ja sowieso jedes Spiel seines Vereins sehen will), ging es für Sandro, Leo und mich erneut gen NRW.

Unser Team begann gut und erarbeitete sich Chancen, die überraschend sogar in ein Tor umgemünzt wurden. Nach dem Patzer von Leverkusens Schlussmann Starke konnte David nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus einschießen (10. Minute). Anschließend das Übliche: RWE zog sich zurück, Leverkusen wurde stärker und der Pate (Anm. d. Red.: Spitznahme von Ratajczak in Anlehnung an den Spielbericht im Kicker "Ratajczak steht Leverkusen Pate") war nicht immer im Bilde.

Lektion in Sachen Zielstrebigkeit 

So kam es nicht nur zum 1:1, bei dem Ratajczak eine Flanke unterschätzte (23.), sondern auch noch vor der Pause zum Rückstand. In der 44. Minute verbrachte Justus Six einige Sekunden im Scharaffenland, als er sich von Torschütze Bendowski eine Lehrstunde in Sachen Zielstrebigkeit ansah - wohl gemerkt: ansah. Beim Schuss des Bayer-Nachwuchs-Kickers aus halbrechter Position und 13 Metern Torentfernung sah Ratajczak wieder schlecht aus.

Nach der Pause glaubte ich nicht mehr an ein Aufbäumen, aber ich sollte eines Besseren belehrt werden. Mit der Einwechselung von Brunnemann kam etwas Fahrt ins Spiel und selbiger markierte in der 63. Minute den Ausgleich. Anschließend war das Spielt recht ausgeglichen, wobei die Leverkusener etwas wacher wirkten und die besseren Tormöglichkeiten hatten.

Nachdem in der 86. Minute eine Kopfballchance aus zwei Metern noch vergeben wurde, war es zwei Minuten später soweit. Nach einer Flanke, die der Pate sicher abgriff, warf er den Ball überhasstet ins Mittelfeld. Dort konnte der überraschte und zweikampfschwache Mensah den Ball nicht unter Kontrolle bringen und schon lief die Angriffsmaschinerie. Pass auf de Witt, dessen Gegenspieler Kühne ihm viel Platz zum Flanken lässt, und Döpper köpft frei aus drei Metern ein.

Hoffnung auf Steigerung

Einige individuelle Fehler brachten das Team so um den möglichen, erhofften Punktgewinn. Da kann einem Herr Dotchev schon Leid tun. In dieser Verfassung ist das Team nicht nur ein Abstiegskandidat, sondern ein sicherer Absteiger. Aber unsere Hoffnung stirbt zuletzt und unser Stolz nie. Die Werrataler Jungs stehen weiterhin uneingeschränkt hinter dem Trainer und der Mannschaft in dieser Zusammensetzung. Sie werden sich wieder steigern und wie zu Saisonbeginn zumindest zu Hause die notwendigen Punkte einfahren. Am besten schon nächsten Samstag gegen Hertha BSC II.

Text: Christopher Pfaff