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Unentschieden trotz Anfangs-Aussetzer
Beim
1. FC
Köln II sichern sich die Rot-Weißen durch ein 1:1 zwar den zweiten
Auswärtspunkt, warten aber immer noch auf einen Sieg in der Fremde.
Alushi bringt die Domstädter bereits früh in Führung. Erst in der 84. Minute
gelingt Pavel David durch einen
Foulelfmeter der Ausgleich.
Wir hatten nach Abpfiff kurz die Möglichkeit mit Dotchev zu sprechen. Er versteht es auch nicht, hat seinen Jungs eingetrichtert, in der Anfangsphase bei nur brenzlichen Situationen immer auf Nummer sicher zu gehen, also den Ball auch mal ins Seitenaus zu spielen. Warum immer wieder diese Aussetzer passieren, stimmt ihn sichtlich ratlos! Der
weitere Verlauf der ersten Hälfte ist aus Erfurter Sicht eine Zumutung.
Eine einzige Chance durch Nowak nach schöner flacher Eingabe von David,
aber ein Kölner Abwehrspieler schiebt sein Bein dazwischen. Ansonsten
nichts. Auf der Gegenseite kommen die Kölner häufiger vor das Tor,
haben aber auch nur zwei gute Chancen, das 1:0 auszubauen. Einmal nach
einem schnellen Angriff über links und dann nach einem Eckball. Ein
Kölner steht völlig frei an der Fünf-Meter-Linie Linie, vergibt aber
kläglich. Erfurt in Hälfte zwei bemüht Die zweite Hälfte sollte dann besser werden. Erfurt macht von Beginn an mehr Druck, ohne sich jedoch vorerst zwingende Chancen herauszuspielen. Zuviel geht durch die Mitte, das Flügelspiel lahmt. Im rechten offensiven Mittelfeld müht sich Anicic zwar redlich, rennt sich aber immer wieder im Gegner fest. Auch David ist zusehends bemüht, dem Spiel der Rot-Weißen mehr Schwung zu verleihen. Die Abwehr steht jetzt recht sicher, Bertram und Nowak haben Ihre Gegenspieler im Griff, auch Six steigert sich. Allerdings scheitert das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff immer wieder an (völlig) unnötigen Fehlabspielen. So ist Köln mit seinen schnellen Spitzen immer gefährlich im Bereich des Erfurter Strafraums unterwegs. Nachdem mit Mensah und Brunnemann für die indisponierten Gruev und Kühne zwei offensive Akteure beim RWE eingewechselt werden, geht es fast nur noch in Richtung FC-Tor. Erst kommt David auf halb rechts nach schönem Zuspiel im Strafraum zum Schuss - der Ball streift am linken Pfosten vorbei. Dann hält Brunnemann aus gut 25 Metern einfach mal drauf, das Spielgerät verfehlt das linke obere Eck aber um gut zwei Meter. Nachdem auch noch da Silva für Anicic eingewechselt wird, wird der Druck noch stärker. Pavel David kann kurz darauf eine konfuse Situation im Kölner Strafraum nicht zum Ausgleich nutzen. Der Kölner Torwart pariert hervorragend aus Nahdistanz. Den Abpraller "verpennt" Mensah. Noch zehn Minuten zu spielen. Dem RWE läuft die Zeit davon, sollte dieses Spiel wieder aufgrund des Anfangs-Patzers verloren gehen? Der Gefoulte macht es selbst Die
84. Minute: David bricht nach gutem Zuspiel auf halb links in den
Strafraum ein, der Ball kommt auch auf das Tor. Ein Kölner rettet auf
der Linie! Und der Schiedsrichter pfeift Elfmeter! Und den kann man
geben, David wurde beim Schuss entscheidend behindert. Den fälligen
Elfmeter verwandelt er selbst - TOOOOOR - 1:1! Noch fünf Minuten zu spielen. Jetzt hinten dicht machen! Aber bis auf eine Chance für Köln, die Schnetzler mit letztem Einsatz verhindert, kommt vom Gastgeber nichts mehr. Nein, jetzt ist der RWE obenauf! Kurz vor Ende wird da Silva im offensiven Mittelfeld angespielt. Er zögert jedoch ein wenig, entscheidet sich zum Abspiel, hätte es mal allein versuchen sollen. Dann will Schnetzler in aussichtsreicher Position mit freier Bahn zum Tor den Ball treiben, aber Abpfiff! Aus, das war's - wohl etwas zu früh abgepfiffen vom ansonsten gut amtierenden Schiedsrichter. Ich lege mich fest: Hätte das Spiel noch fünf Minuten gedauert, der RWE hätte gewonnen! Fazit: Die Rückrunde beginnt für den RWE mit einem Auswärtspunkt. 1:1 der Endstand - aufgrund des Spielverlaufs und der Anteile ein gerechtes Ergebnis und ein Schritt für Erfurt die Auswärtsschwäche abzustellen! Zur Atmosphäre: Von Atmosphäre zu sprechen, wäre anhand der Zahl von gut 300 Zuschauern übertrieben. Bezirksliganiveau - mehr nicht! In Hälfte zwei kam etwas Support aus dem Gästeblock, erst nach dem Ausgleichstreffer wurde es mal etwas lauter. Nicht mal zum Aufwärmen waren die Mannschaften im Stadion, das wurde auf einem Nebenplatz gemacht. Die Banner und Clubfahnen durften nicht aufgehängt werden, weder am Zaun noch an den Barrieren auf den Rängen. Vollkommen unverständlich! Text/Fotos: Peter Rademacher - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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