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Skandal-Elfmeter raubt RWE einen Punkt Nach (sehr) kurzer Nacht hieß es für unseren Schatzmeister Lars an diese Samstag um 5 Uhr in der Früh: Aufstehen, Bier einpacken und auf zum Bahnhof - mit dem Bus der Eisenacher ging es für ihn nach Düsseldorf. Hier berichtete er über die Ereignisse des Tages.
Doch schnell war es mit der Beschaulichkeit in der Regionalbahn Meiningen-Eisenach vorbei. Neben Marco und Timo stiegen noch ca. 20 Punks und drei Polizisten ein – frühs um kurz vor 6. Der Grund: In Salzungen hatte "3. Wahl" gespielt und die Punks haben halt die Nacht durchgemacht. In Eisenach angekommen,
hieß es erst mal Fußmarsch bis zur Assmann-Halle und dort hieß es
dann warten auf die anderen und auf den Bus der Eisenacher, mit dem es
nach Düsseldorf gehen sollte (und dabei noch zwei betrunkenen Schwulen
in schwarzen Lederklamotten beim Weltrekordversuch im Dauerknutschen in
einer Parkplatzeinfahrt zugucken). Um 8 ging es dann endlich los (auch
mit Feldi und Nico, die demnächst in den Fanclub eintreten) Richtung Düsseldorf
und es wurde die eine oder andere Hopfenkaltschale verzehrt. Eine denkwürdige Partie In der LTU-Arena angekommen, staunte man nicht schlecht über die 5.198 Zuschauer (10 % Auslastung – deswegen sind auch die Sitze bunt, damit es nach mehr aussieht), die dem Spiel entgegen fieberten und dann auch ein denkwürdiges Spiel sahen.
Kurz nach Wiederanpfiff
durften die Erfurter erneut jubeln: Kühne hatte nach einer Ecke den
Ball im Tor versenkt - Schiedsrichter Schössling hatte eine Behinderung
von Hebestreit am gegnerischen Torwart gesehen – eine äußerst
zweifelhafte Entscheidung. Fortuna kippt das Spiel Durch dieses gegen Tor war Erfurt nun total verunsichert, begann in der Abwehr zu "schwimmen" und konnte sich nicht mehr befreien. Folgerichtig traf in der 77. Minute Podzus nach einer Flanke per Kopf zum 2:1. Die mitgereisten Erfurter waren sichtlich enttäuscht und befürchteten einen für Erfurter Auswärtsspiele typischen Spielausgang. Doch bereits zwei Minuten später gab es wieder jede Menge Grund zum jubeln. Brunnemann war rechts frei durch und setzte aus spitzen Winkel zu einem Sonntags-Schuss an – Deuß war zwar noch dran, konnte aber nicht verhindern, dass der Ball oben im langen Eck einschlug und Brunnemann sich so seine erste Nominierung zum "Tor der Woche" verdiente. Danach kam es zum offenen Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. So war es in der 81. Minute David der aus ähnlicher Situation wie zuvor Brunnemann nur das Außennetz traf. Aber auch Orlishausen musste das ein oder andere Mal eingreifen. In der Nachspielzeit (drei Minuten waren angezeigt) forderten die Erfurter den Abpfiff - und in der 95. Minute pfiff Schößling dann endlich – aber nicht ab, sondern einen lächerlichen Elfmeter für Düsseldorf - den Heeren souverän zum 3:2 verwandelte. Platzsturm durch Konstruktionsfehler Die Erfurter Fans waren außer
sich ob dieser Entscheidung – vollkommen zurecht. Doch
jetzt machte sich ein "Konstruktionsfehler" der LTU-Arena
bemerkbar: "Gibt's hier eigentlich keine Zäune???" Die
Erfurter stürmten das Spielfeld, doch es blieb weitestgehend friedlich
und auch die Polizei ließ die Schlagstöcke zumeist im Halfter - während
die nicht "stürmungswilligen" Erfurter auf den Plätzen
blieben, Fotos schossen und "Fußballmafia DFB"
sowie "Hoyzer, Hoyzer" skandierten. Nachdem sich die Lage etwas beruhigt hatte, ging es zurück zu den Bussen, ne "Hülse" aufmachen und noch ein bisschen diskutieren. Auf der Heimfahrt (für die der Busfahrer unverständlicher Weise eine andere Route wählte) standen wir natürlich auch gleich im Stau – wegen Baumfällarbeiten auf der Autobahn - an einem Samstag bei Schneesturm ?! Eben jener Schneesturm hat auch die weitere Heimreise verlangsamt, so dass ich mich innerlich schon auf den 23.10-Zug eingestellt hatte. Doch am Bahnhof angekommen: Der Zug hatte 20 Minuten Verspätung, schnell zum Gleis 4, doch da stand kein Zug Richtung Salzungen/Meiningen... Wieder in die Halle laufend, spitzte Timo seine Ohren: "Hier steht er, ich hör 'en" (auf Gleis 2) - eingestiegen und gleich abgefahren: Schwein gehabt! Timo hat mich dann auch erst mal über den Fahrplan aufgeklärt: Das war der letzte Zug, der mich bis nach Breitungen gebracht hätte - der nächste hätte in Salzungen Endstation gehabt. Fazit: Wir
haben in Düsseldorf einen starken RWE gesehen, der außer den sechs
Minuten mit zwei Gegentoren nichts von seiner Auswärtsschwäche gezeigt
hat und dem "kurz nach
Schluss" noch der sicher geglaubte Punkt geklaut wurde. Auf
eine solche Leistung kann man aufbauen und es besteht weiterhin
Hoffnung, dass der RWE diese Saison doch noch einen Auswärtssieg holt... Anmerkung: Die Stiftung Warentest hätte die LTU-Arena wohl mit "sehr gut" bewertet. "Im Falle einer Panik ist es kein Problem auf das Spielfeld zu flüchten... Text/Fotos: Lars Rommel zur Bildergalerie von der Busfahrt >> - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
zur Bildergalerie von der Busfahrt >>
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