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Samstag, 8. April 2006, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 31. Spieltag

Hertha BSC II

1:0

(0:0)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

1:0 Hoeneß 

75'

 

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Berlin

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

702

Gästefans

:

350

 

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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin...

... unter diesem Schlachtgesang ging es für Sandro, Paul, Anne, unserem Gast Krümel und mir in unsere Bundeshauptstadt.

Und das war für unseren Fanclub eine Premiere - nämlich das erste Auswärtsspiel in Berlin, also in der Stadt wo man noch bis Ende der 90er sehr regelmäßig zu Gast war (bei so ruhmreichen Vereinen wie z.B. Croatia und Spandauer SV).

Das war aber auch das Einzige neue an diesem Spieltag. Es war eigentlich wie immer: Die Rot–Weißen kommen zu Gast und es wird sich erst mal ein Ausweichplatz gesucht. Da spielt die Eintracht am Bornheimer Hang, Feucht in Fürth und die Hertha Bubis nicht in ihrem Amateurstadion sondern im Jahnsportpark, welchen wir nach halbstündiger Irrfahrt auch rechtzeitig erreichten.

Ein Highlight im Leben eines Fans

Die Kulisse? Gut, man könnte Fragen welche Kulisse? Ein leeres Stadion in dem sich so knapp 350 Erfurter einfanden. Auf der Erich-Mielke-Gedächtnistribüne waren noch mal so gut 150 Mann platziert. Vielleicht könnten wir ja nächste Saison, falls wir nicht absteigen, einen Antrag stellen nur noch gegen Amateurteams zu spielen, denn das sind die großen Highlights im Leben eines Fans.

Zum Spiel selber ist eigentlich jedes Wort zuviel. Es war einfach nur schlecht, aber das wenigstens von beiden Seiten, nur dass die Hertha halt aus den wenigen Chancen eine verwertete und somit das Spiel, eigentlich wie immer auswärts, verloren ging.

"Nach uns die Sintflut"

Langsam gehen selbst mir die Worte aus, wenn die Spieler nachdem Spiel in die Kurve kommen. Was soll man machen? Durchhalteparolen, die nichts bewirken oder "Absteiger"-Rufe, die das Team und den Trainer letztlich auch nicht weiter bringen. Meine Stimmung gestern war eher nach Letzterem. Aber was soll's wir gewinnen einfach alle Heimspiele und falls nicht – nach uns die Sintflut (bzw. der Abstieg und der Anfang vom Ende für DEN Vereine der Vereine aus Thüringen).

Auf der Fahrt selber hatten wir übrigens viel Spaß und viel Hasseröder, vor allem Krümel wusste durch Trinkfestigkeit, seine Konfirmandenblase und Insisder–Kenntnisse über Rot–Weiß zu begeistern. So war der Tag wenigstens noch einigermaßen zu ertragen.

Text:  Christopher Pfaff

 

Fotos:  Björn Pauli

 

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