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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Wenn der Ball einfach nicht ins Tor will... Dass auswärts für den RWE in dieser Saison nicht viel zu holen ist, weiß man mittlerweile sogar schon in Grafenrheinfeld. Dass den Rot-Weißen pünktlich zum Saisonendspurt jedoch auch noch die Heimstärke flöten geht, ist neu - und doppelt bitter. Nur einen Punkt konnten die Dotchev-Jungs aus den Spielen gegen Münster und Jena einfahren - zu wenig, um sich im Abstiegskampf endlich Luft nach unten zu verschaffen. Da war jetzt ein Sieg gegen die von gut uns böse entfernten Osnabrücker Jungs einfach Pflicht für Rot-Weiß. Und doch sollte sich diese Aufgabe als gar nicht so einfach erweisen.
Von Wasserhosen und toten Hosen Die elf Erfurter auf dem Platz boten dafür von Beginn an wieder einmal Regenwetter-Fußball. Nach einer kurzen Aufbruchphase in den ersten Minuten des Spiels und zwei Freistoßgelegenheiten war tote Hose im Spiel der Rot-Weißen. Kein Druck nach vorne, geschweige denn konstruktive Ideen im Spielaufbau. Das Fehlen von Hebestreit und David führte dazu, dass Kumbela als einzige Spitze agierte. Doch der vergab seine Torchancen in Minute 32 und 40 wieder mal kläglich. Auch Orlishausen war heute nicht ganz auf der Höhe. Nach einer Kamikaze-Aktion an der Seitenlinie ging der Ball an Reichenberger verloren, dessen Schuss das Tor jedoch verfehlte (38.). Der Ex-Bundesligaprofi war zwei Minuten später schon wieder gefährlich vorm Erfurter Tor - diesmal mit mehr Glück. Nachdem er völlig unbedrängt flanken konnte, hatte Schanda keine Probleme, zum 1:0 für die Gäste einzuköpfen (43.) - na Prost Mahlzeit. Zwei Minuten später pfiff Schiedsrichter Kristek pünktlich zur Halbzeitpause. Doch schneller als gedacht waren die RWE-Kicker schon wieder raus aus der Kabine. Dotchev hatte seinem Team in der Pause scheinbar so den Marsch geblasen, dass nach nur neun Minuten alle Erfurter wieder versammelt auf dem Rasen standen. Die Brechstange und "Fußballgott" Andrew Aris sollten es jetzt richten. Aris und die Brechstange Mit einem Sturm auf das Osnabrücker Tor wollten die Rot-Weißen jetzt alles versuchen. Chancen über Chancen gab es so ab der 50. Minute für den RWE - und eine davon sollte auch endlich den Weg ins Tor finden. Nach einer Ecke (man glaubt es kaum) köpfte Hanke die Kugel ins Netz und trieb damit das Team und die Fans an, das 1:1 noch in einen Heimsieg zu verwandeln. Die Kurve schrie jetzt die Mannschaft mit aller Kraft nach vorne. Und immer wieder war es Aris, der gefährlich vor das Osnabrücker Gehäuse kam. Ob mit dem Kopf oder mit dem Fuß - dem Neuseeländer und den anderen Rot-Weißen wollte das 2:1 einfach nicht gelingen. Im Gegenteil: Durch einen Konter hätte der VfL fast noch sein zweites Tor erzielt, als Holst in der 74. Minute auf der Linie klären konnte.
So wurde es wieder nichts mit den erhofften drei Punkten im Steigerwald. Aus den verbleibenden zwei Spielen brauchen die Rot-Weißen deshalb jetzt mindestens vier, am besten sechs Punkte, um den Klassenerhalt zu schaffen. Alles ist noch möglich, wenn das Team am Samstag bei der SGW den zweiten Auswärtssieg der Saison einfährt. Für alle Erfurter Fans gibt es also am nächsten Samstag nur eins: "Auf nach Wattenscheid"! Text/Fotos: Robert Nößler - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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