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Donnerstag, 5. Januar 2006 , 18.30 Uhr

Benefizspiel

FC Rot-Weiß Erfurt

1:4

(0:1)

FC Bayern München

-

 

 

 

1:3  Hebestreit

12'

62'

63'

67'

74'

 0:1  Ismael (FE)

 0:2  Pizarro

 0:3  Pizarro

 

 1:4  Guerrero

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

18 500

Gästefans

:

zu viele

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(K)ein heißer Tanz auf kaltem Rasen

Mit einem Benefizspiel gegen Rekordmeister Bayern München startete der FC Rot-Weiß Erfurt ins Jubiläumsjahr 2006. Die Bayern verzichteten auf ein Antrittsgeld und leisteten damit in der Blumenstadt einen Beitrag zum Aufbau des ostdeutschen Fußballs – na ja, eher zur Schuldentilgung.

Mit voller Kapelle reiste das Team von Felix Magath zum Testspiel in Erfurt an – ganz zur Freude der offiziell 18.500 Zuschauer im bitter kalten Steigerwaldstadion. So gab es zumindest eine Halbzeit lang die Ballkünste von Ballack, Makaay & Co. zu bewundern. Und auch Oliver Kahn stand tapfer 45 Minuten lang in seinem Kasten – wenngleich er sich wohl eher mit Erfrierungs- als mit Erfurter Torgefahr konfrontiert sah. Doch die sonst so spielfreudigen Gäste ließen es zunächst ziemlich ruhig angehen. Nur ein umstrittener Elfmeter brachte die Bayern in Führung. Ismael ließ "Orle" keine Chance (12.) – wäre sonst auch zu schön gewesen.

Das Publikum, das heute die teilweise happigen Eintrittspreise berappt hatte ("Alles für den Club..." ), glänzte mit äußerster Lustlosigkeit beim Support. Zwar versuchte sich der ein oder andere Nachwuchs-Clown auf dem Zaun, war nach zweimaligem Anstimmen des RWE-Echos aber schnell am Ende seines Repertoires angelangt. Bis auf einige Wellen schwappte deshalb nicht viel durchs Stadionrund. Das lag wohl auch daran, dass die Gäste-Sympathisanten (von "Fans" kann bei den Meisten wohl keine Rede sein) heute zahlenmäßig gleichauf waren.

Riesenchance zum Ausgleich

Nach der Pause blühten unsere Rot-Weißen dann auf. Die Riesenchance zum Ausgleich hatte David, der einen Freistoß an den Pfosten knallte. Pizarro bereitete dem Treiben aber ein Ende, indem er mit einem Doppelschlag (62., 63. Minute) auf 3:0 erhöhte. "Ratta" – mittlerweile im Kasten für Rot-Weiß – zeigte dabei einmal mehr sein wahres "Können". 

Ein Tor gelang dem RWE aber trotzdem noch. Ronny Hebestreit ließ es sich nicht nehmen, mit einem wunderschönen Kopfball seinem alten Verein einen einzuschenken (67.). Obwohl Guerrero noch auf 4:1 für die Gäste erhöhte (74.), konnte von einem Knaller-Spiel kaum die Rede sein. Was soll’s – rund 200.000 Euro spülten die zahlreich erschienenen Zuschauer in die Vereinskassen. 

Dass sich viele von ihnen auch beim nächsten Punktspiel im Steigerwald gegen Bremen II blicken lassen, durfte bezweifelt werden. Ist nach den Worten unseres Präsidenten aber auch ganz gut so: "Bei 3000 Zuschauern ist die Atmosphäre eh viel schöner".

Text/Fotos:  Robert Nößler

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