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Freitag, 19. August 2005, 19.30 Uhr

DFB-Pokal, 1. Runde

FC Rot-Weiß Erfurt

2:1

n.V.

LR Ahlen

-

1:0  Hebestreit 

 

2:1  Brunnemann 

53'

56'

116'

 

 1:1  Paulinho

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

3 882

Gästefans

:

50

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Glücklicher Pokalsieg gegen Goliath

Nachdem man vor vier Jahren schon einmal in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals auf LR Ahlen traf, war es am heutigen Abend im Steigerwaldstadion wieder soweit. Knapp 4000 Zuschauer, darunter etwa 50 aus Ahlen, wollten sich das Spiel nicht entgehen lassen.

Nach relativ verhaltenem Beginn beider Mannschaften nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Ahlen hätte nach einem Freistoß in Führung gehen müssen, doch Bamba vergab den Abpraller aus vier Metern kläglich. Bis zum Ende der ersten Hälfte war dann der RWE leicht spielbestimmend, Torchancen konnten allerdings nicht herausgearbeitet werden. So ging's torlos zum Pausentee.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Nach schöner Flanke von David aus halbrechter Position setzte sich Fußballgott Hebestreit im Kopfballduell gegen zwei Gegenspieler durch und bugsierte das Runde ins Eckige (53.). Doch der tausendfache Jubel der RWE-Anhänger verblasste jäh, als Paulinho ebenfalls per Kopf nur drei Minuten später den Führungstreffer egalisierte.

Ahlen danach ohne Glück

Von nun an waren die Gäste klar besser, die Thüringer schienen wie paralysiert. Doch trotz zahlreicher Großchancen blieb es bis zum Abpfiff beim 1:1. Man konnte teilweise das Gefühl haben, die Ahlener wollten gar nicht gewinnen. Wie ist es sonst zu erklären, dass selbst Kopfbälle ohne Bedrängnis aus drei Metern oder Schüsse von zehn Metern Entfernung aufs leere Tor nicht ihr Ziel fanden?

Somit gab Verlängerung und nach einer alten Fußballweisheit rächt sich bekanntlich das Auslassen von Großchancen. Nicht so im Steigerwald, denn auch der eingewechselte Fischer verpasste frei per Kopf den Führungstreffer kurz nach Wiederanpfiff. Danach passierte, wie so oft in Verlängerungen, nicht viel. Nahezu alle hatten sich schon mit dem Elfmeterschiessen abgefunden

Historischer Treffer in der Verlängerung

Doch in Minute 116 fasste sich Björn Brunnemann ein Herz und zog - beabsichtigt oder nicht (der Ball rutschte ihm über den Schlappen) - aus gut 40 Metern Entfernung ab. Der Ball flog und flog und auf einmal war er drin - wie diese Bogenlampe genau reingehen konnte, wird wohl für immer unerklärlich bleiben. Der Torschütze, der sich über diesen historischen und wohl auch einmaligen Glücksschuss riesig freute, spurtete über den ganzen Platz, um sein Torerfolg zu feiern. Die restlichen Minuten überstand unsere Elf gegen sichtlich geschockte Ahlener und der Einzug in die 2. Pokalrunde war perfekt.

Nach dem Spiel fachsimpelten die zehn anwesenden Werrataler Jungs noch ein bisschen über den Duselsieg mit dem völlig erschöpften Silvio Pätz.

Text:  Christopher Pfaff

Fotos:  Lars Rommel

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