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Dienstag, 25. Oktober 2005, 19.30 Uhr

DFB-Pokal, 2. Runde

FC Rot-Weiß Erfurt

2:4

(1:2)

1. FC Kaiserslautern

-

 

 

1:2  David 

2:2  Mensah 

 

25'

26'

38'

68'

70'

75'

 0:1  Sanogo

 0:2  Sanogo

 

 

 2:3  Engelhardt

 2:4  Altintop

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

10 379

Gästefans

:

800

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"Scheiß Ossis"

In der 2. Runde des DFB-Pokals empfing der RWE den 1. FC Kaiserslautern im Steigerwaldstadion. Offiziell 10.379 Zuschauer (es waren gut und gerne 13.000) wollten sich das Spiel gegen den angeschlagenen Bundesligisten bei gutem Wetter nicht entgehen lassen.

Und sie wurden nicht enttäuscht - in einer turbulenten Anfangsphase gab es Chancen auf beiden Seiten. Altintop vergab frei vorm Erfurter Tor. Aber auch die Rot-Weißen hatten mehrere Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, ließen diese jedoch diese ungenutzt. So war es dann in der 25. Minute Sanogo, der den Ball nach einem Konter im Erfurter Tor versenkte. Die Erfurter Hintermannschaft war von dem Gegentrefer sichtlich geschockt, was Sanogo eiskalt zu seinem zweiten Tor zu nutzen wusste (26.).

David erzielt den Anschlusstreffer

Doch diesmal verkraftete Erfurt das Tor besser und erarbeitete sich in den folgenden Minuten die ein oder andere Chance. Aus einer dieser Chancen resultierte ein Freistoß circa 20 Meter vom Lauterer Tor entfernt. David konnte direkt verwandeln (38.) und sorgte damit für den 1:2-Pausenstand.

In der zweiten Hälfte waren es zunächst die Hausherren, die auf den Ausgleich drängten. Folgerichtig fiel dann auch der Treffer zum 2:2. Nach einer schönen Kombination schoss Hebestreit zunächst nur den Torwart an, Mensah haute den Ball im Nachschuss aber in die Maschen. 2:2! Von nun an hofften die Erfurter auf einen Sieg oder zumindest auf die Verlängerung. Auf jeden Fall schien ein Weiterkommen gegen scheinbar verunsicherte Lauterer möglich – doch weit gefehlt. Quasi im Gegenzug staubte Engelhardt nach einem Konter ab und erzielte das 2:3 in der 70. Minute.

Zweiter Doppelschlag

"Dann müssen wir halt noch eins schießen", dachten sich die meisten im Stadion. Doch nicht Erfurt sondern Kaiserslautern schoss gleich noch ein Tor. In der 75. Minute war es Altintop, der frei vor Orlishausen stand und zum 2:4 traf. Der RWE versuchte noch, wenigstens zum 3:4 zu kommen, konnte sich jedoch keine nennenswerte Chance mehr herausarbeiten.

Festzuhalten bleibt, dass Erfurt zwar das ein oder andere Tor hätte erzielen können, man hätte aber auch noch mehr Tore fangen können. Die Lauterer nutzten nämlich einige Stellungsfehler der Erfurter Hintermannschaft konsequent mit Steilpässen aus und kamen so immer wieder gefährlich vors Tor. Im Großen und Ganzen ist Kaiserslautern deshalb verdient weitergekommen, aber Erfurt hat sich gut verkauft und auch gut mitgehalten.

Verbale Entgleisung

Zu Erwähnen wäre noch die verbale Entgleisung des Michael Henke: Nachdem ein Lauterer nach einem Konter im Erfurter Strafraum liegen geblieben war, hatte der Trainer der Lauterer einen Erfurter Spieler als "Scheiß Ossi" bezeichnet, weil dieser den Ball nicht ins Aus gespielt hatte und somit auf eine Konterchance verzichtet hätte. Darauf hin kam es zur Rudelbildung.

Text:  Lars Rommel

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FCK-Trainer Henke rastet aus: "Scheiß Ossi!"

 

Aus Wut über einen Erfurter Spieler gingen FCK-Coach Michael Henke beim Pokalspiel die Nerven durch. Mit "Scheiß Ossi" beschimpfte er einen Spieler der Rot-Weißen und wurde daraufhin von seinem Präsident René Jäggi zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verdonnert. Die Erfurter Jugendabteilung wird sich über das Geld freuen. Henke hingegen wird nach seiner drohenden Entlassung in Kaiserslautern im Osten wohl so schnell keinen Job bekommen.