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Samstag, 19. August 2006, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 4. Spieltag

Fortuna Düsseldorf

3:2

(0:1)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 

1:1 Langeneke (FE)

2:1 Podszus 

3:1 Cebe 

 

2'

49'

74'

84'

89'

 0:1 Brunnemann

 

 

 

 3:2 Holst

Paul-Janes-Stadion, Düsseldorf

Kapazität

:

8 700

Zuschauer

:

5 611

Gästefans

:

400

>> Panorama-Foto <<

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Wiederkehr der Ereignisse

"Zurück zum Glück" sollte die Reise für den RWE, wie in einem Lied der Toten Hosen besungen, beim Auswärtsspiel in Düsseldorf gehen. Nur gut fünf Monate war es nämlich her, dass die Rot-Weißen völlig unglücklich durch einen Foulelfmeter in der Nachspielzeit mit 2:3 bei "Fortuna" verloren hatten.

Heute waren die Vorzeichen jedoch andere: Nicht in der LTU-Arena (ein Madonna-Konzert sei Dank), sondern im altehrwürdigen Paul-Janes-Stadion war der RWE zu Gast. Und während sich am 11. März lediglich "Alleinfahrer" Lars aus den Reihen des Fanclubs (der Rest war beim Hallenturnier in Breitungen eingespannt) auf den Weg in die Rheinstadt machte, konnte ich im Rückspiegel meines Opel Vectra heute drei biertrinkende Gestalten ausmachen: Sandro, Philipp und Leo machten es sich auf der Rücksitzbank bequem. Der Platz rechts des Schaltknüppels war heute für Sophie reserviert. Sie sollte ab 14 Uhr jedoch nicht zu den rund 400 RWE-Supporters im völlig überfüllten Gästeblock am Flinger Broich zählen. Für sie stand "Shoppen auf der Kö" auf dem Programm...

Hätte sie darauf mal lieber verzichtet! Denn kaum zwei Minuten waren gespielt, da gab es im Gästeblock kein Halten mehr. Brunnemann brachte den RWE nach einem Konter durch einen schönen Schuss ins linke untere Eck in Führung. Manch einer traute seinen Augen kaum - 1:0 für den Erfurt. Und wie im März war es wieder Brunne, der das erste Tor des Tages erzielte. Wiederkehr der Ereignisse?

Willkür des Unparteiischen

Bis zur Halbzeit vermochte es die Fortuna nicht, unseren Schlussmann Ratajczak (Orlishausen hatte sich tags zuvor verletzt) in echte Bedrängnis zu versetzen. Die Heimelf präsentierte sich nach vorne recht ideenlos, die stets hoch herein gespielten Bälle führten lediglich zu drei bis vier harmlosen Kopfballchancen. Düsseldorfs Torhüter Deuß hatte da schon mehr zu tun. Nach einem Alleingang von Kumbela aufs Tor riss er unseren Stürmer vor der Strafraumgrenze Notbremsen-verdächtig um und sah dafür lediglich die gelbe statt die gerechtfertigte rote Karte. Als Schiedsrichter Bartsch dann anfing, ständig für die Heimmannschaft und meist auf Zuruf von Feinbier Foul zu pfeifen, ging Pavel Dotchev und so manchem im Gästeblock wahrlich die Hutschnur hoch. Vollkommen zu Recht, wenn man im tiefsten Pott wie so oft nach Strich und Faden betrogen wird!

Bis zur Halbzeit konnten die Rot-Weißen die Führung halten. Danach verhalf Schiedsrichter Bartsch der Fortuna durch einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Langeneke schob souverän ein (49. Minute). Beide Mannschaften kämpften nun um jeden Meter und hatten Chancen, die Führung zu erzielen. Auf Erfurter Seite war es Brunnemann, der nur den Pfosten traf, und Kumbela, der zwar wieder für viel Wirbel, aber eben nicht für die nötige Ausbeute sorgte.

Das Spiel gedreht

Die fette Beute schleppten stattdessen die Rheinstädter nach hause. In der 74. und 84. Minute trafen Podszus und Cebe zum 2:1 und 3:1, drehten damit das Spiel und machten alle Auswärtssieg-Hoffnungen der Erfurter zunichte. Mal wieder. Der 2:3-Anschlusstreffer von Holst (89.) war lediglich Ergebniskorrektur - und sorgte gleichzeitig für den selben Endstand wie beim letzten Gastspiel in Düsseldorf.

Viel fällt einem nach so einem Spiel nicht mehr ein. Denn es kann nicht sein, dass Fußballspiele (scheinbar sind jene unserer Mannschaft besonders oft betroffen) in einem solchen Maß von Schiedsrichter(fehl)entscheidungen beeinflusst und maßgeblich entschieden werden. Insbesondere dann, wenn innerhalb eines halben Jahres in ein und demselben Spiel, in ein und derselben Stadt solche Vorfälle passieren! Den Glauben, dass es noch Gerechtigkeit im Fußball gibt, den kann der gemeine Fan dann schnell vergessen... Denn so viel Pech kannst du eigentlich gar nicht haben, dass sich die Ereignisse in solch einem Maß gleichen. 

Anstatt "Zurück zum Glück" ging es für die Mannschaft und ihre Fans also ohne Punkte wieder zurück in die Heimat. Und aus den Stadionlautsprechern tönte beim Verlassen des Stadions eben jenes Lied der Düsseldorfer Punkband. Jedenfalls der Text des Refrains passte wie die Faust aufs Auge: "...voll vorbei am Glück, darum: Alle Mann wieder zurück!..."

Text/Fotos:  Robert Nößler

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>> Panorama-Foto <<

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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