WERRATALER
JUNGS
ONLINE

Home   >   Spiele & Berichte (2006/2007)    >    Spielbericht

<< vorheriges Spiel <<                                               >> nächstes Spiel >>

Samstag, 9. September 2006, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 8. Spieltag

FC Rot-Weiß Erfurt

0:0

Wuppertaler SV

-

Steigerwaldstadion, Erfurt

Kapazität

:

20 000

Zuschauer

:

2 249

Gästefans

:

80

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 

Trotz 0:0 gegen Wuppertal - 

(Fast) alle stehen hinter Dotchev

Da der Großteil des Fanclubs bei einem Fußballturnier  in Breitungen weilte, machten sich Christopher, Nico, Heiko und Fahrerin Alice (Heikos Freundin) auf nach Erfurt zum Heimspiel gegen Wuppertal.

Die Meinung zum Spielausgang hätte unterschiedlicher nicht sein können. Christopher tippte 0:2, Nico 0:0 (wie Recht er hatte) und Optimist Heiko 2:1. Im Stadion angekommen, wurde jedenfalls erst mal die Zaunfahne befestigt, und zwar richtig herum, nicht wie viele andere aus Protest anders herum.

Das Spiel begann mit viel Schwung. Man merkte, dass die von Pavel Dotchev auf das Feld geschickte Mannschaft bis in die Haarspitzen motiviert war. Sie wollten, sie liefen, sie erarbeiteten sich Chancen, doch sehr viele Bälle wurden im Aufbau vertändelt oder einfach der Abschluss nicht gesucht. Nach 16 Minuten gab es die erste Chance für den RWE durch Bunjaku. Leider wurde er auf dem Weg zum Tor von hinten umgerissen. Der Schiedsrichter gab dem Gegenspieler nur Gelb, aus dem Freistoß wurde nichts. 

Bunjaku stürmisch

Auch die nächste Chance für den RWE hatte Bunjaku nach einer Ecke, doch sein Kopfball strich knapp am langen Pfosten vorbei (21. Minute). Eine Minute später die nächste Torchance für den RWE das 1:0 zu erzielen, doch eine direkt getretene Ecke wurde auf der Torlinie vom Gegenspieler weggeköpft. Kurz vor der Halbzeit (43.) eine Chance für Wuppertal. Unser Torhüter Dirk Orlishausen parierte einen Drehschuss von Siberie.

Die zweite Halbzeit begann der RWE druckvoll. Der WSV-Abwehr und de gegnerischen Torhüter wurde es nicht langweilig, denn RWE hatte den zahlreiche Chancen, ob mit einem Distanzschuss von Peßolat (49.) oder von Bunjaku in der (51.) mit einem Schuss auf das kurze Eck sowie in der (53.) nach gutem Solo ein Schuss über das Tor. 

Danach neutralisierten sich beide Teams wieder. Die nächste Chance, aber für den WSV, kam in der 79., als Orle klärte. Zum Ende des Spiels hätte das Siegtor fallen müssen, aber Kumbela und Bunjaku verstolperten einfach zu viele Angriffe. Entweder die entscheidenden Pässe kamen nicht oder zu spät an oder ihre Schüsse gingen weit am Tor vorbei. Es war teilweise nicht schön anzusehen wo die Bälle überall hinflogen. 

Fans vorbildlich

Zumindest den Fans konnte man diesmal keinen Vorwurf machen. Von Beginn an standen sie hinter ihrem Team. Es gab weder Pfiffe, noch "Dotchev raus"-Rufe. Aber auch der 20-minütige Dauersupport von Block E und D zum Ende des Spiels, welcher noch weit nach dem Spiel durch das weite Rund hallte, verhalf nicht zum nötigen Aufschwung innerhalb des Teams. In der Südkurve war nach dem Spiel ein Schriftzug zu lesen, auf dem stand "Fangt endlich an zu kämpfen". Doch mangelnden Kampf konnte man dem Team heute wahrlich nicht vorwerfen. Viel mehr hätte darauf stehen müssen: "Fangt endlich an eure Chancen zu  nutzen!"

Beim Abhängen der Zaunfahne klatschten wir noch einige RWE-Spieler ab und wechselten noch kurze Worte mit Orle, Brückner und Bertram. Orle sagte "Wenn nur das verdammte Ding (Kopfball Bunjaku an den Pfosten) reingegangen wäre!" und "irgendwann muss doch der Knoten endlich platzen". Alle drei bedankten sich für die tolle Unterstützung und wir verabschiedenden uns mit den Worten "Kopf hoch!"

Trainer fraglich

Auf dem Weg zum Auto gingen dann die großen Diskussionen los, die dann auf der Autobahn fortgesetzt wurden. Die große Frage war: Fliegt Dotchev oder nicht? Christopher meinte: Es liegt an der Psyche - ein neuer Trainer könnte das ändern. Heikos Meinung war: Trainerwechsel bringt nichts - da kannst du Magath oder Hitzfeld als Trainer haben und die Spieler schießen auch keine Tore.

Man kann es nun positiv sehen und sagen, der RWE hat nach vier Niederlagen in Folge sein Heimspiel nicht verloren. Man kann es aber auch negativ sehen und sagen, der RWE konnte zum sechsten mal in Folge nicht gewinnen. Wie man's auch nimmt. Nach diesem 8. Spieltag steht der FC Rot-Weiß jedenfalls auf dem drittletzten Tabellenplatz und hat fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Was einem diese Fakten sagen, muss jeder selber entscheiden...

Text:  Heiko Feldmann