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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - RWE überwintert auf Platz drei
Ordentliche
Preise für Verpflegung haben die Jungs im Grenzlandstadion ja: 0,2 l Glühwein
für 2,20 €, wohlgemerkt fast kalt. Respekt! Die
vier Werrataler Jungs Sandro, Lars, Erich und Peter lassen sich davon
nicht abschrecken und unterstützen den RWE an diesem frühen Sonntagnachmittag
auch beim Tabellenletzten. In den ersten Minuten merkt man deutlich das Bemühen der Gladbacher Reserve, dem Spiel von Beginn an seinen Stempel aufzudrücken. Die "Fohlen" sind agil, überzeugen mit schnellem Kombinationsspiel, einziges Manko: Am 16er unserer Rot-Weißen ist Schluss. Zählbare Chancen springen nicht heraus. Der RWE steht tief, lässt hinter nichts anbrennen. So plätschert das Spiel in Hälfte eins so vor sich hin. Zählbares springt auf beiden Seiten nicht heraus. Das
1:0 - ein Gutes Omen Bis
zur 32. Minute! Nach schönen Zuspiel auf unseren Kapitän Schnetzler läuft
dieser geradewegs in den gegnerischen Strafraum, will noch einen
Gegenspieler elegant umkurven und wird von diesem unsanft von den Beinen
geholt. Nach kurzem Zögern entscheidet sich der Schiedsrichter dann
doch für einen Strafstoß. Görke - wer sonst - läuft an und
verwandelt knallhart und sicher zum 1:0 aus Gästesicht. Wie in der
Vorwoche in Kiel und wie im Hinspiel im August - wenn das mal kein gutes
Omen sein sollte. Mit diesem Ergebnis geht man dann auch unter Applaus
der eigenen Fans in die Kabinen. Wer nun eine gewaltige Offensive der Gladbacher in Hälfte zwei erwartet, sieht sich zunächst getäuscht. Erfurt spielt nun offensiver, wohl mit der taktischen Marschroute, so schnell als möglich das entscheidende 2:0 nachzulegen. Und die Chancen sind da, aber sie werden nicht genutzt. Weder Nowak noch Schnetzler können aus aussichtsreichsten Positionen einschieben. Die ersten 25 Minuten in Hälfte zwei gehören eindeutig dem RWE. Gladbach macht auf und so ergeben sich im Minutentakt die entsprechenden Freiräume. Eigentlich ein Spiel, das uns liegt! Nur wenn die Chancen nicht genutzt werden wird es nach hinten raus noch mal eng. Ratajczak
wird zum "Turm in der Schlacht" Und so kommt es dann auch. Die letzten 20 Minuten gehören dann Mönchengladbach. Plötzlich verkehrte Welt im Grenzlandstadion. Erfurt kommt nicht mehr über die Mittelinie, nur noch überhastete Befreiungsschläge, die letzten zehn Minuten auch noch in Unterzahl, Brunnemann bekommt nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte gezeigt. Nun wird Schlussmann Ratajczak zum "Turm in der Schlacht". Mit glänzenden Paraden und super Reflexen zieht er den Fohlen den Zahn. Und er hält letztendlich den glücklichen Dreier für uns fest. Und nach dem Abpfiff gibt es dann für die Spieler und uns Fans kein Halten mehr. Mit einer zünftigen "UFFTA" wird der dritte Platz unserer Jungs im Gesamtklassement und natürlich die Auswärtstabellenführung gefeiert. Der
RWE schlägt also die Gladbacher Reserve wie im Hinspiel mit 1:0, wieder
durch einen Görke-Elfer. Am Ende ein glücklicher Sieg. Aber mit dem Glück
steigt man bekanntlich auf. Na, schauen wir mal. So
geht das Jahr 2006 nach Klassenerhalt in letzter Minute und größten
Startschwierigkeiten zu Beginn der laufenden Saison fußballerisch doch
recht erfolgreich zu Ende. Und die Erwartungen für den Rest der Saison
sind mittlerweile erheblich gestiegen. Wer will es dem Verein und uns
Fans verdenken! Text: Peter Rademacher Fotos: Lars Rommel - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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