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Sonntag, 10. Dezember 2006, 13.00 Uhr

Regionalliga Nord, 20. Spieltag

Borussia M'gladbach II

0:1

(0:1)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 

32'

 0:1  Görke (Elfm.)

Grenzlandstadion, Mönchengladbach

Kapazität

:

10 000

Zuschauer

:

829

Gästefans

:

400

>> Panorama-Foto <<

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RWE überwintert auf Platz drei

Die Stimmung ist gut im Grenzlandstadion. Von Beginn an übernehmen ca. 400 mitgereiste Erfurter das Kommando. Eine Hand voll Gladbach-Fans versucht, mit Fahnen und einigen Gesangsversuchen dagegen zu halten, was letztendlich aber kläglich scheitert. Genauso wie der Versuch der Heimelf, vor der Winterpause noch einen Sieg einzufahren.

Ordentliche Preise für Verpflegung haben die Jungs im Grenzlandstadion ja: 0,2 l Glühwein für 2,20 €, wohlgemerkt fast kalt. Respekt! Die vier Werrataler Jungs Sandro, Lars, Erich und Peter lassen sich davon nicht abschrecken und unterstützen den RWE an diesem frühen Sonntagnachmittag auch beim Tabellenletzten.

In den ersten Minuten merkt man deutlich das Bemühen der Gladbacher Reserve, dem Spiel von Beginn an seinen Stempel aufzudrücken. Die "Fohlen" sind agil, überzeugen mit schnellem Kombinationsspiel, einziges Manko: Am 16er unserer Rot-Weißen ist Schluss. Zählbare Chancen springen nicht heraus. Der RWE steht tief, lässt hinter nichts anbrennen. So plätschert das Spiel in Hälfte eins so vor sich hin. Zählbares springt auf beiden Seiten nicht heraus. 

Das 1:0 - ein Gutes Omen

Bis zur 32. Minute! Nach schönen Zuspiel auf unseren Kapitän Schnetzler läuft dieser geradewegs in den gegnerischen Strafraum, will noch einen Gegenspieler elegant umkurven und wird von diesem unsanft von den Beinen geholt. Nach kurzem Zögern entscheidet sich der Schiedsrichter dann doch für einen Strafstoß. Görke - wer sonst - läuft an und verwandelt knallhart und sicher zum 1:0 aus Gästesicht. Wie in der Vorwoche in Kiel und wie im Hinspiel im August - wenn das mal kein gutes Omen sein sollte. Mit diesem Ergebnis geht man dann auch unter Applaus der eigenen Fans in die Kabinen.

Wer nun eine gewaltige Offensive der Gladbacher in Hälfte zwei erwartet, sieht sich zunächst getäuscht. Erfurt spielt nun offensiver, wohl mit der taktischen Marschroute, so schnell als möglich das entscheidende 2:0 nachzulegen. Und die Chancen sind da, aber sie werden nicht genutzt. Weder Nowak noch Schnetzler können aus aussichtsreichsten Positionen einschieben. Die ersten 25 Minuten in Hälfte zwei gehören eindeutig dem RWE. Gladbach macht auf und so ergeben sich im Minutentakt die entsprechenden Freiräume. Eigentlich ein Spiel, das uns liegt! Nur wenn die Chancen nicht genutzt werden wird es nach hinten raus noch mal eng. 

Ratajczak wird zum "Turm in der Schlacht"

Und so kommt es dann auch. Die letzten 20 Minuten gehören dann Mönchengladbach. Plötzlich verkehrte Welt im Grenzlandstadion. Erfurt kommt nicht mehr über die Mittelinie, nur noch überhastete Befreiungsschläge, die letzten zehn Minuten auch noch in Unterzahl, Brunnemann bekommt nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte gezeigt. Nun wird Schlussmann Ratajczak zum "Turm in der Schlacht". Mit glänzenden Paraden und super Reflexen zieht er den Fohlen den Zahn. Und er hält letztendlich den glücklichen Dreier für uns fest. Und nach dem Abpfiff gibt es dann für die Spieler und uns Fans kein Halten mehr. Mit einer zünftigen "UFFTA" wird der dritte Platz unserer Jungs im Gesamtklassement und natürlich die Auswärtstabellenführung gefeiert. 

Der RWE schlägt also die Gladbacher Reserve wie im Hinspiel mit 1:0, wieder durch einen Görke-Elfer. Am Ende ein glücklicher Sieg. Aber mit dem Glück steigt man bekanntlich auf. Na, schauen wir mal. So geht das Jahr 2006 nach Klassenerhalt in letzter Minute und größten Startschwierigkeiten zu Beginn der laufenden Saison fußballerisch doch recht erfolgreich zu Ende. Und die Erwartungen für den Rest der Saison sind mittlerweile erheblich gestiegen. Wer will es dem Verein und uns Fans verdenken!   

Text:  Peter Rademacher

Fotos:  Lars Rommel

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