WERRATALER JUNGS ONLINE |
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Es spricht sich herum: Mit den Werrataler Jungs zu einem Auswärtsspiel zu fahren, das bringt ne Menge Fun. So kam es, dass wir nach Dresden nun zum dritten Mal in dieser Saison mit einem ausverkauften Reisebus fuhren.
6 Uhr also Beginn der Fahrt in Meiningen, dann in Breitungen erst einmal das obligatorische Aufmunitionieren mit Hasseröder und anschließend ging es weiter über Eisenach nach Gotha. In Gotha war dann die Busbesatzung zum größten Teil komplett und wir standen vor dem ersten Problem des Tages. Wir waren zu schnell unterwegs für die letzten beiden Zustiegsorte!!! Also dehnten wir die Aufenthalte in Gotha und Erfurt etwas aus, konnten unser Fanclubtransparent in Ruhe und gut sichtbar im Bus anbringen und auch schon mal das ein oder andere Hasseröder bei den ersten Sonnenstrahlen des Tages im Freien verkosten.
Einer findet es zum Kotzen
Die Stimmung war gut und alle waren optimistisch die drei Punkte aus Dresden zu entführen. Das Motto unserer Fahrt: "Saufen für den Fanclub" zeigte auch diesmal Wirkung: Bier und andere diverse Kaltgetränke flossen in Strömen. "Steht auf, wenn ihr Rot-Weiße seid" und andere Gesänge verwandelten den Bus in eine Partymeile. Einige verzauberten sich vom allerfeinsten, einer sogar so sehr, dass er jeden Stop nutzte, um sich alles noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, er war allerdings der einzige der's zum Kotzen fand... 12:30 Uhr kamen wir ohne Staus und Zwischenfälle an der Raststätte "Dresdener Tor" an und parkten direkt neben einer Autobesatzung Dynamo-Fans, denen dieses Szenario nicht ganz einerlei war. Aber wir Werrataler Jungs sind ja friedliche Fans und skandierten dies auch beim Verlassen des Busses. Beobachtet wurde das Ganze von unseren grün-weißen Freunden, die uns hier wie abgesprochen in Empfang nehmen sollten. Die Stimmung war friedlich und gelöst, wir begrüßten die Staatsmacht mit "grün-weiße Erfurt-Fans". Von nun an hatten wir eine Eskorte bis zum Stadion.
PÜNKTLICH (!!!), ne Stunde vor Anstoß, kamen wir am Stadion an und Busfahrer Falk wurde für diese grandiose Meisterleistung gebührend gefeiert. Das Bild, was sich uns am Stadion bot, hatten selbst die hartgesottensten RWE-Fans unter uns in diesen Ausmaßen noch nicht erlebt. Polizei und Absperrungen so weit das Auge reicht. Nach den Vorkommnissen der letzten Zeit bei Lok Leipzig und hier in Dresden, als 50 Chaoten die eigene Mannschaft beim Training attackierten, waren heute ca. 1.000 Polizisten rund ums Spiel im Einsatz. Durch die viel zu kleinen Einlässe am Gästeblock und die diesmal peinlich genaue Leibesvisitation quälte sich unsere Busbesatzung zusammen mit den anderen RWE-Fans in den Gästeblock, bis zum Anpfiff waren aber noch 20 Minuten Zeit.
Zwei Fehlentscheidungen entscheiden das Spiel Der Brisanz dieses Ostderbys entsprechend wurde Bundesliga-Schiri Weiner als Spielleiter angesetzt. Dass er und seine Assistenten allerdings keine Garanten für eine fehlerfreie Spielleitung sind bewiesen sie in der 4. Minute, als ein sonnenklares Tor von Domi Kumbela wegen angeblichen Abseits aberkannt wurde. Die Fernsehbilder sollten unserem Gefühl aus dem Stadion Recht geben! Was wäre das für ein Auftakt gewesen und welchen Verlauf hätte das Spiel genommen. Wie so oft wurde viel darüber debattiert, was wäre gewesen, wenn...
Auch den Elfmeter für Dresden, der in der 37. Minute zum 0:1 führte, pfeift nicht jeder Schiri. Es war zwar keine klare Fehlentscheidung aber hart war sie allemal. Nun ja, das Ergebnis spiegelte auf keinem Fall den Spielverlauf wieder, Erfurt war die bessere Mannschaft, stand hinten sehr sicher und machte nach vorn viel Druck. Als allerdings auch noch ein Sonntagsschuss vom Dresdener Ulich zum 0:2 im Kasten von Orle einschlug, stand der Spielverlauf völlig auf dem Kopf.
Hoffnung keimte noch einmal auf, als Brunnemann mit einem Freistoßtor in der 69. Min. den Anschluss herstellte. Das Anrennen bis zum Schlusspfiff blieb dann leider erfolglos, es blieb beim 1:2 aus Erfurter Sicht. Zu allem Überfluss fing sich Brunne noch die fünfte Gelbe Karte ein und Peßolat verletzte sich, so dass beide im Heimspiel gegen Magdeburg fehlen werden. Der Mannschaft konnte man keinen Vorwurf machen, nach dem Abpfiff gab es aus der Fankurve aufmunternden Beifall für die Spieler.
Drei Punkte bleiben in Dresden Nach dem Spiel mussten wir, eingekesselt von der Polizei, zusammen mit den Zugfahrern zum Hauptbahnhof laufen, denn dort stand unser Bus für die Heimfahrt bereit. Feldi nutzte die Gelegenheit, um einer Polizistin ein Gespräch ans Knie zu nageln, aber mehr als dass sie aus Kassel kommt ließ sie sich nicht entlocken. Kopfschüttelnd vernahmen wir also, dass Polizisten aus Kassel 400 km nach Dresden fahren, um bei einem Fußballspiel für Ordnung zu sorgen. Wieder mal ein Beispiel dafür, wie mit unseren Steuergeldern umgegangen wird... Mit Hasseröder und dem Trällern des gesamten RWE-Liedguts verging die Fahrt zurück nach hause relativ schnell. Über Erfurt, Gotha und Eisenach ging es zurück nach Meiningen, wo gegen 22 Uhr unsere Auswärtsfahrt endete. Alles in allem ein rundum gelungener Tag, nur das Wichtigste, die drei Punkte, blieben leider in Dresden. Text/Fotos: Frank Malsch Bildergalerie von der Fanclub-Busfahrt >> - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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