WERRATALER JUNGS ONLINE |
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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Langsam macht es keinen Spaß mehr... Alles Lamentieren, das ganze Geschrei – völlig umsonst und dazu noch ungerechtfertigt. Ein Großteil des Erfurter Publikums zeigte sich bei der 1:3-Auswärtsniederlage in Wuppertal mal wieder von seiner ganz schwachen Seite.
Hätte man einfach den Block verlassen, es wäre mir egal, es sind schließlich alles freie Menschen. Aber dass unser Präsident gar aus der eigenen Fanszene körperlich angegriffen wurde und mehrfach genötigt wurde, ebenfalls zu gehen, spottet jeder Beschreibung. Natürlich ließ er sich nicht beeindrucken und blieb. Die Wenigen, die auch zur zweiten Halbzeit blieben (unser Fanclub blieb selbstverständlich), hatten dann aber ihren ganz großen Auftritt in Minute 67. Eine klare Notbremse von Heller im Strafraum wurde vom Schiedsrichter mit Rot und Foulelfmeter geahndet, völlig regelkonform und gerechtfertigt. Da diese Situation aus unserem Block schwer einzusehen war, meinten die meisten Erfurter Fans, es aus knapp 150 Metern es besser gesehen zu haben als die Unparteiischen aus zehn Metern. Es gab wieder einmal wütende Beschimpfungen über den Schiedsrichter, die "Wessis" und den "Scheiß WSV" so und so... RWE nur im Konjunktiv Aufstiegskandidat Ich frage mich, wo leben wir denn? Erstens hat man als fairer Sportsmann Entscheidungen des Schiedsrichters zu akzeptieren (die heute fragwürdige war ja noch nicht mal spielentscheidend), zweitens leben genug der treuen RWE-Fans selber in den alten Bundesländern und drittens ist der Wuppertaler SV ein ganz normaler Fußballtraditionsverein wie viele andere auch – und damit wären wir bei den nüchternen Realitäten, welche heute die spielerisch besser Mannschaft war, welche den Sieg verdient hatte. Kurz zum Spielverlauf: Die elf den Werrataler Jungs angehörigen Fans (neun per Kleinbus, Marco Beckmann extra und ich per Zug), sahen einen vielversprechenden Beginn unserer Rot-Weißen, welcher jedoch jäh durch das 1:0 von Bölstler gestoppt wurde. Orlishausen war mal wieder im Strafraum auf Tournee, ohne jedoch den Ball zu erobern, woraufhin ein WSV-Spieler frei in den Strafraum flanken konnte, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, wenn er nicht genau auf einen unserer seit Wochen formschwachen Verteidiger gespielt hätte. Diesmal war es Holst, der den Ball nicht aus der Gefahrenzone köpfte sondern direkt vor die Füße des Torschützen. Nur kurz drauf blieb ein Freistoß von Rietpietsch am Pfosten hängen. Erfurts beste Chance vergab Brunnemann nach einer der wenigen schönen Kombinationen aussichtsreich aus rund sieben Metern in halblinker Position. Im zweiten Spielabschnitt vergab zunächst Damm eine hundertprozentige Chance, als er nach Umspielen von Orlishausen das leere Tor nicht traf. Aufgrund eines zu kurzen Rückpasses, den Kumbela abfangen konnte, kam unserer Elf zum Ausgleich – sie musste sich gefühlt haben wie Hans im Glück. Dies brachte jedoch keine Sicherheit ins Team. Die defensive Taktik von Herrn Dotchev, hätte halt nur funktioniert, wenn die Verteidigung sicher gestanden hätte. Der RWE ist halt nur im Konjunktiv Aufstiegskandidat. Im Indikativ machte es Damm in der 57. Minute besser und tunnelte Orlishausen zum 2:1. Den Endstand zum 3:1 besorgte Rietpiesch per Foulelfmeter.
Text: Christopher Pfaff - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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