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Samstag, 3. März 2007, 13.00 Uhr

Oddset-Thüringenpokal, Viertelfinale

1. SC 1911 Heiligenstadt

4:0

(3:0)

FC Rot-Weiß Erfurt

-

 

15'

37'

61'

70'

 0:1  Stoppelkamp

 0:2  Bunjaku

 0:3  Kumbela

 0:4  Bunjaku

Stadion Gesundbrunnen, Heiligenstadt

Kapazität

:

4 000

Zuschauer

:

2 240

Gästefans

:

500

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 

Netter Fußballnachmittag

In dem wohl unattraktivsten Pflichtspielwettbewerb, an dem Rot-Weiß teilnimmt, kam unsere Mannschaft zum ersten Pflichtspielsieg im Jahre 2007.

Nach Heiligenstadt machten sich nur vier Mitglieder der Werrataler Jungs auf. Zum einen die Besatzung aus Gotha mit Manne und dem Schweinezüchter, zum anderen die Besatzung aus dem Kerngebiet der WJ mit unserem ehrwürdigen Präsidenten und meiner Wenigkeit. Die Hinfahrt war geprägt von Erinnerungen der Anfangszeit unseres Fanclubs noch vor bzw. um die Jahrtausendwende, als es noch üblich war, dass Sandro und ich alleine zu den Spielen des RWE fuhren, ehe wir als Hauptinitiatoren den Fanclub ins Leben riefen. 

Und doch war die Fahrt heute auch eine Premiere. Zum ersten mal überhaupt, reisten wir zu einem Auswärtsspiel nach Thüringen - von Thüringen aus kommend - über Hessen an. Die günstigste Route wollte es von uns, dass wir kurz hinter Treffurt den Freistaat kurz verließen, um anschließend ins Eichsfeld einzufallen.

"Hassduell" auf schwerem Geläuf

In Heiligenstadt selber war man zunächst über die Zuschauermassen als auch über die Massen an Polizisten erstaunt, welche dieses glorreiche Aufeinadertreffen zweier Vereine, deren Fans sich auch schon durch die Geschichte bedingt seit langem verfeindet sind, absichern sollten (ich hoffe die Ironie wurde deutlich…). Aber Verschwendung von Steuergeldern ist ja nichts Neues. Im extra eingerichteten Gästeblock war man zunächst über die schöne Eintrittskarte erfreut, ehe man sich dem Spiel auf schwerem Geläuf widmete. 

Bei typischem Aprilwetter tat unsere Mannschaft heute nicht mehr als sie musste. Durch einen schönen, aber nicht unhaltbaren Fernschuss, ging man auch bereist nach der Anfangsviertelstunde durch Stoppelkamp in Führung. RWE erspielte sich weitere Chancen, ohne jedoch zu brillieren, und kam noch vor der Pause zum zweiten Tor, welches Bunjaku nach schöner Einzelleistung erzielte. Damit war der Käse an sich gegessen und die Chancen für den Außenseiter dahin. 

Nuance im Niemandsland des Thüringenpokals

Die Mannen aus der Kreisstadt des Eichsfelds gaben sich jedoch nicht auf und hatten durch Thomas Klöppner kurz nach der Pause die größte Tormöglichkeit. Aber anstatt zum Helden der sich insgesamt wacker haltenden Eichsfelder zu werden, wird er wohl für immer nur eine Nuance im Niemandsland des Thüringenpokals bleiben. Der Angreifer traf nur den Außenpfosten anstatt in die Maschen.

So kam es, wie es kommen musste. Kumbela, der noch kurz zuvor eine 100-prozentige Chance durch fehlerhafte Brustannahme vergab, erzielte mit einem herrlichen Seitfallzieher das 3:0 aus unserer Sicht und wurde kurz danach ausgewechselt. Das selbe "Schicksal" ereilte dann auch Albert Bunjaku, der erst den Endstand von 0:4 herstellte und anschließend das Feld auf Weisung des Herrn Dotchev verließ. Bunjaku ging auch direkt zum Duschen, jedoch nicht ohne es sich nehmen zu lassen, eine La-Ola Welle durchzuführen, welche von den Fans frenetisch gefordert und danach zelebriert wurde.

Insgesamt ein netter Fußballtag in einem Stadion, wo der Kommerz noch nicht eingezogen ist und wo man sein Einbecker für 1,50 Euro noch genießen kann, ohne mit Werbeeinblendungen über Anzeigetafel und Lautsprecher belästigt zu werden.

Text:  Christopher Pfaff