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Samstag, 10. Mai 2008, 14.00 Uhr

Regionalliga Nord, 33. Spieltag

1. FC Magdeburg

3:3

(1:2)

FC Rot-Weiss Erfurt

-

Stadion Magdeburg

 

 

1:1 Baumgart

 

2:2 Braham

 

3:3 Braham

 

10'

26'

44'

48'

53'

58'

 

0:1 Wolf

 

1:2 Cinaz

 

2:3 Brückner

 

Kapazität

:

27.250

Zuschauer

:

12.556

Gästefans

:

1.700

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Fotos/Bericht:  Frank Malsch / Christopher Pfaff

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Was für ein Fußballspiel!

Ich habe selten ein so gutes Regionalligaspiel gesehen. Den 1600 mitgereisten Rot-Weiß –Fans wurde alles geboten, was dass Fußballherz begeistert – mit Ausnahme der Punkte für den Sieg!

Unsere Werrataler Jungs waren mal wieder mit einem Reisebus des Rhönseglers angereist und kamen trotz verwirrender Lotsungstaktik der Magdeburger Polizei rechtzeitig im neuen Ernst-Grube-Stadion an. Für 3.Liga-Verhältnisse ein absolut würdiges Stadion mit dem die Sachsen-Anhaltiner wohl sehr zufrieden sein dürfen, das Besondere am Stadion fehlt zwar, aber ich denke die Funktionalität ist gegeben. Man kann nur hoffen, dass irgendwann auch in unserer Landeshauptstadt ein vergleichbares Stadion steht.

Aber nun zum Spiel, beide Mannschaft traten von Beginn an aggressiv und mit offenem Visier an. Nach dem ersten Pfostenschuss für den FCM, kam in der 11. Minute Wolf zu seiner ersten Gelegenheit. Ein Magdeburger Verteidiger misslang ein Rückgabe per Kopf (viel zu kurz), so dass Wolf allein auf den Torhüter zu lief und die Führung markierte. Magdeburg war jedoch nicht geschockt und kam genauso wie RWE zu weiteren Chancen. In Minute 26 waren die Einheimischen recht clever und führten ein Freistoß schnell aus und markierten durch Baumgart den Ausgleich. Nun wurde der FCM geringfügig besser, aber die Erfurter erzielten durch Cinaz praktisch mit dem Pausenpfiff durch einen satten 18 Meter Schuss erneut die Führung. Anhand der Chancen hätte es bereits zur Halbzeit 3:3 stehen können.

Die 2. Hälfte stand der ersten jedoch in nichts nach. Nur 2 Minuten nach Anpfiff gelang Braham, der ansonsten äußerst arrogant wirkte, nach schöner Flanke der erneute Ausgleich. Aber das Spiel kam einfach nicht zur Ruhe und unsere Offensivqualitäten sind ja bekannt. Der heute wieder einmal überragende Daniel Brückner besorgte mit einem Schlenzer die erneute Führung. Aber selbst das dritte geschossene Auswärtstor sollte an diesem Tage nicht zum Sieg reichen. Nur 3 Minuten später glich Braham per Kopf erneut aus. Die 12.556 zahlenden Zuschauer hatten in 11 Minuten 3 Tore gesehen und insgesamt 6, einfach unfassbar. Anschließend mussten beide Mannschaften den hohen Temperaturen etwas Tribut zollen, aber das Spiel war immer noch hochklassig. Erfurt war für meine Begriffe in der Schlussphase leicht überlegen, aber die Magdeburger kamen durch Kampfgeist und Standards auch zu weiteren Gelegenheiten. Ein Kopfballtor durch Heller wurde wegen vermeintlichen Abseits nicht gegeben, aber der unglücklichste Mann des Tages dürfte wohl Rockenbach gewesen sein. Er allein hätte den Siegtreffer erzielen können oder wie viele unserer Fans meinten – müssen. Noch zweimal (81./89.) kam er nach schöner Vorlage durch Brückner zu sehr guten Schussgelegenheiten alleine vor dem gegnerischen Keeper. Ihm versagten jedoch die Nerven und es blieb beim Remis.

Nach dem Abpfiff feierten unsere Fans die Mannschaft, wie ich es selten erlebt habe. Die Mannschaft wurde noch Minuten nach Abpfiff frenetisch gefordert (das ganze Stadion war bereits leer, bis auf RWE-Fans), so dass sie noch einmal aus den Kabinen kam und mit den Fans ein „UFFTA“ machte. Auch Daniel Brückner wurde nochmals dank seiner hervorragenden Saison bejubelt. Man kann nur hoffen, dass dieser Mann irgendwie gehalten werden kann.

Die Rückfahrt ging zügig und es wurde wie immer viel gesungen, was auch ohne das Megafon unseres Schweinezüchters ganz angenehm war. Nach Abschluss der Sonntagsspiele, steht fest, dass unser Team, selbst bei 3 Niederlagen in den nächsten Punktspielen, die Klasse nur noch theoretisch verlieren kann (Emden müsste die letzten beiden Spiele gewinnen und alle Konkurrenten müssen ebenfalls alles gewinnen).

Christopher Pfaff