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- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Fotos/Bericht: Frank Malsch
Der 31. Spieltag in der Regionalliga
Nord hatte für unseren RWE ein Auswärtsspiel bei der U 23 von Energie
Cottbus vorgesehen und da die Saison in ihre entscheidende Phase geht,
entschloss ich mich dazu, mit meinem Tabu zu brechen nie auswärts zu
Amateurmannschaften mitzufahren. Aber wie sagt Sandro immer so schön:
Auch hier gibt es drei Punkte für den RWE zu holen...
Voller Hoffnung, diese drei Punkte auch
mit heim zu bringen ging es 7:00 Uhr mit einem Kleinbus los in
Richtung Lausitz. Neben Lars, Dusty, Sandro, Pauli und Anne waren
Katrin und ich noch mit dabei. In Gotha stießen dann noch Robi und ein
Kumpel von ihm dazu. Fahren sollte eigentlich Pauli, allerdings ging
es dem noch gar nicht gut, wie man auf den Fotos unschwer erkennen
kann. So musste Sandro diesmal als Fahrer einspringen.
Irgendwann nach dem 3. oder 4. Bierchen
ging's dem Pauli auch endlich wieder besser und die Stimmung im Bus
steigerte sich zusehends je mehr wir von dem schmackhaften Gerstensaft
tranken. An einer Raststätte trafen wir dann auch noch Ria, Westi und
ein paar Freunde, die wir schon von gemeinsamen Busfahrten mit den
Werrataler Jungs kennen und die ersten Schlachtgesänge wurden
angestimmt. Gegen Mittag waren wir in Cottbus, so dass noch genügend
Zeit für einen Abstecher nach Polen war. Nach einer kurzen Odyssee
durch sorbische ausgeschildertes Sprachwirrwarr fanden wir dann dank
Navi und Sandro doch noch den Weg nach Forst und über die polnische
Grenze. Hier schnell getankt und Zigaretten geholt und dann mit
Vollgas die 25 km zurück nach Cottbus. Pünktlich 13.30 Uhr waren wir
am Stadion, konnten auch in unmittelbarer Nähe parken. Es war ja
nichts los, Spiele bei Amateurteams halt.
Vor dem Gästeblock dann ein
unverhältnismäßig großes Aufgebot an Ordnern und Polizei, vielen Dank
an dieser Stelle noch einmal an die Chaoten von Braunschweig und
Berlin, denen wir es zu verdanken haben, dass man jetzt sogar seine
Schuhe ausziehen und kontrollieren lassen muss, ehe man ins Stadion
kommt.
Knapp 850 Zuschauer verliefen sich im
Stadion der Freundschaft, darunter ca. 300 aus Erfurt.
Das Spiel war in der ersten Halbzeit
total einseitig, der RWE drückend überlegen, verpasste es aber das 1:0
durch Brückner auszubauen. Wäre in diese Phase das 2:0 oder 3:0
gefallen, niemand hätte an der Berechtigung gezweifelt und wir alle
hätten einen geruhsamen Fußballnachmittag erleben können. Natürlich
kam es wieder mal ganz anders, wir gaben noch drei sicher geglaubte
Punkte aus der Hand, verloren dazu noch Bunjaku mit ausgekugelter
Schulter und Holst nach roter Karte. Na prima dachte ich mir, 1:2
verloren und das ausgerechnet bei der Mannschaft mit dem arrogantesten
Trainer der Liga...
Auf der Heimfahrt war dann irgendwie
Frust-Saufen angesagt und so musste eine von Robis in Polen gekauften
Wodkaflaschen dran glauben, auch die Vorräte an Hasseröder gingen zur
Neige. Irgendwie war es dann auch gar nicht mehr sooo schlimm mit der
Niederlage, wir trösteten uns damit, dass unsere Jungs über weite
Strecken ein sehr gutes Spiel machten und die Konkurrenz auch für uns
gespielt hat. Alles in allem war's ne schöne Fahrt. Meiner Katrin, die
zum ersten mal im Kleinbus mitfuhr, hat's auch gefallen. Nur die
Punkte blieben leider in Cottbus.
Frank Malsch
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