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Offener Brief des Fanclubs zur DFB-Sportgerichtsentscheidung
Ohne
Zweifel ist Senad Tiganj für sein, wie im Urteil festgestellt, fahrlässiges
Verhalten zu bestrafen. Warum aber der Verein härter bestraft wird als
der Spieler selbst, ist nicht nur für uns unerklärlich, sondern
widerspricht auch jeglichen rechtsstaatlichen Grundsätzen. Fraglich
bleibt, warum gerade im Fall Tiganj die Spielwertung umgedreht wurde, während
bei vorangegangenen Angelegenheiten ähnlichen Ausmaßes der DFB bis auf
eine Ausnahme meist nur den Sünder selbst mit einer Strafe belegte. Die
DFL scheint sich gar nicht im Klaren darüber zu sein, was sie mit
diesem Urteil anrichtet. Bei einer solchen Rechtssprechung ist es wohl
kein Wunder, dass sich die meisten Fans veräppelt fühlen und „Ostdeutschland“-Rufe
in den Kurven wieder Konjunktur haben. Wir
als Anhänger können nur hoffen, dass das Ergebnis der
Berufungsverhandlung fairer ausfallen wird, als das aktuelle. Über Sieg
oder Niederlage sollte nach wie vor auf dem Platz entschieden werden und
nicht in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Für
uns als offiziellen Fanclub ist aber eines ganz sicher: Egal wie das
Urteil letztlich ausfallen sollte - wir werden den FC Rot-Weiß Erfurt
auch weiterhin Woche für Woche unterstützen, egal in welcher Liga. Im Sinne des Fußballs, Sandro Möller 8. Mai 2005 1. Vorsitzender
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Der offene Brief wurde in folgenden Medien als Leserbrief veröffentlicht: "Kicker", "Thüringische Landeszeitung", "Freies Wort", "Südthüringer Zeitung"
Quelle: "Kicker"
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